Lebenshilfe freut sich über Fundamente

Von: anna
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Grundsteinlegung bei der Lebenshilfe: Mit Unterstützung von Geschäftsführer Edgar Johnen (rechts) und Gebäudemanager Ralf Windeln (links) bestückten die Vertreter des Werkstattrates eine Holzkiste mit Erinnerungen an diesen Tag und verschraubten sie in der Bodenplatte. Foto: Anna Petra Thomas

Kreis Heinsberg. Lautes Gehämmere, in gleißendes Sonnenlicht getauchte Betonböden und -wände auf der Großbaustelle in Oberbruch an der Richard-Wagner-Straße: Im „netten, rustikalen Ambiente bei wunderschönem Wetter“ begrüßte Klaus Meier, der Vorsitzende der Lebenshilfe Heinsberg, am Freitag zahlreiche Gäste zur offiziellen Grundsteinlegung an der Stelle, wo künftig einmal die Empfangshalle des neuen Lebenshilfe-Centers sein wird.

Die Ausmaße des Bauwerkes ließen sich bereits erahnen, freute er sich. Grundlage dafür seien eine gute Planung und der milde Winter gewesen. Sein Dank ging an diejenigen, die geplant haben und die Bauarbeiten durchführen, aber auch an die eigene Werkstattleitung. „Sie hat vor Baubeginn nicht nur mit dem Umzug der Küche eine Meisterleistung vollbracht“, so Meier.

Die fertige Bodenplatte gebe dem Projekt ein solides Fundament, aber sie sei nicht das einzige. Bereits 1974, vor genau 40 Jahren, sei das erste und damit ein ganz wichtiges Fundament gelegt worden mit dem Bau des bisher an gleicher Stelle vorhandenen Gebäudekomplexes. „Das war eine weise Entscheidung damals“, sagte er persönlich dem anwesenden ehemaligen Vorstandsmitglied Heinz Schmitz. Sie sei der Grundstein für alle weiteren Entwicklungen in Werkstatt und Lebenshilfe insgesamt gewesen.

Äußerlich habe man dem bisherigen Gebäude die „marode Infrastruktur“ in seinem Inneren eigentlich gar nicht ansehen können, aber gepaart mit der „Zeitbombe Grundwasser“ und den Anforderungen gesetzlicher Auflagen sei ein Neubau einfach unvermeidlich gewesen. Möglich werde er dank eigener Mittel, durch Zuwendungen der Stiftung Wohlfahrtspflege und der Aktion Mensch sowie durch derzeit niedrige Zinsen für Baukredite.

„Unser wichtigstes Fundament sind aber nicht Steine, Beton oder monetäre Mittel, sondern die behinderten Menschen, unsere Mitglieder und unsere Mitarbeiter“, führte Meier weiter aus. Zusammen mit der Bündelung aller ambulanten Hilfen solle das neue Lebenshilfe-Center zu einer zentralen Begegnungsstätte ganz im Sinne des Inklusionsgedankens werden. „Das ist unser größter Wunsch, und ich hoffe, dass er gelingen wird.“

Stolzer Bürgermeister

Nachdem Mitglieder des Werkstattrates berichtet hatten, mit wie viel Spannung und Freude die Bauarbeiten tagtäglich von ihnen begleitet würden, ergriff Bürgermeister Wolfgang Dieder das Wort. „Ich bin stolz darauf, dass Sie den Standort Oberbruch verfestigen“, sagte er den Vertretern der Lebenshilfe. Weiter würdigte er die Partnerschaft zwischen Stadt und Lebenshilfe, die sich aktuell im Café Samocca neben dem Begas-Haus manifestiert. Damit sei der Leitgedanke der Inklusion jetzt mitten in die Stadt hineingetragen worden.

Architekt Josef Viethen informierte nochmals über die Details des Neubau-Projekts. Mitglieder des Werkstattrates legten danach Baupläne, Zeitungen, Euro-Münzen, Fotos vom Abriss und die Manuskripte der Reden zur Grundsteinlegung in eine Holzschatulle, die im Bodenfundament dauerhaft ihren Platz behalten wird. Polier Simon Geiser stellte schließlich zwei Grundsteine in eine vorbereitete Mauernische, einen neuen mit der Jahreszahl 2014 und darüber den Grundstein aus dem inzwischen abgerissenen Gebäude mit der Jahreszahl 1974.

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