Leben in Würde in der letzten Lebensphase

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Kreis Heinsberg. Ein Jahr ist es her, dass die Spezialisierte Ambulante Palliativ-Versorgung (SAPV) für den Kreis Heinsberg vertraglich auf den Weg gebracht wurde. Dies nahmen nun einige Palliativ-Care-Teammitglieder zum Anlass, den neuen Flyer „Ambulante Palliative Pflege“ vorzustellen und ein Resümee zu ziehen.

Grundsätzlich befasse sich die Palliativ-Versorgung damit, Menschen in einem fortgeschrittenen Stadium unheilbarer Krankheit für das verbleibende Leben eine größtmögliche Lebensqualität unter Berücksichtigung der Selbstbestimmtheit zu bieten, erklärte Maria Zumfeld von der Einsatzleitung Ambulante Palliative Pflege des Caritasverbandes für die Region Heinsberg.

„Unser Ziel ist es, in der letzten Lebensphase ein Leben in Würde, mit möglichst wenig Schmerzen und sonstigen Beschwerden sowie menschlicher Zuwendung in den eigenen vier Wänden zu ermöglichen, aber auch den Angehörigen die Angst zu nehmen, sich um einen unheilbar Erkrankten zu Hause zu kümmern“, sagte sie.

Dank der SAPV besteht seit nunmehr einem Jahr ein Team aus qualifizierten niedergelassenen Ärzten unterschiedlicher Fachrichtungen mit der Zusatzbezeichnung Palliativmedizin, speziell ausgebildeten Palliativ-Pflegefachkräften des Caritasverbandes sowie ehrenamtlichen Kräften der ambulanten Hospizdienste Regenbogen in Wassenberg und Camino in Geilenkirchen. Sie alle sorgen für eine umfassende häusliche Versorgung der schwerst- und unheilbar erkrankten Menschen in Absprache mit den Betroffenen und Angehörigen. Abgedeckt wird somit die pflegerische und ärztliche Versorgung sowie die psychosoziale Begleitung der Patienten und ihrer Betreuer.

„Wir hatten im letzten Jahr 65 SAPV-Patienten, die uns zugewiesen wurden von Krankenhäusern, Palliativstationen und Hausärzten, mit denen wir in Kontakt stehen“, so Maria Zumfeld. Dies bedeute für alle Mitglieder des SAPV-Teams eine hohe Herausforderung und erfordere einen hohen Einsatz. „Denn es handelt sich immer um eine intensive Begleitung“, sagte Zumfeld.

In diesem Zusammenhang betonte sie, dass die Palliativversorgung vor allem eine Lebens- und weniger eine Sterbebegleitung sei. „Wir fahren im gesamten Kreis zu den unheilbar Erkrankten und gehen auch nach Absprache in die Altenheime.“ Schließlich wolle das Team das Sterben zu Hause ermöglichen. Es ist rund um die Uhr und rund um die Woche erreichbar und einsatzbereit. Damit alle Mitglieder gut über die Patienten informiert sind, tauscht sich das SAPV-Team regelmäßig aus. „Wir sind mittlerweile ein gut zusammengewachsenes Team“, erklärte Susanne Hoeren vom Hospizdienst Regenbogen.

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