„Langzeitarbeitslose brauchen eine Perspektive“

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Kreis Heinsberg. Erneut ging es bei der Regionalen Armuts- und Arbeitmarktkonferenz (RAAK) in den Räumen von Amos in Oberbruch um das Auslaufen der Bürgerarbeitsplätze Ende des Jahres.

Die Mitglieder waren sich einig, dass für Langzeitarbeitslose es dann noch kaum eine Möglichkeit gebe, in öffentlich geförderte Arbeit zu kommen, und es deshalb dringend Handlungsbedarf gebe.

„Es gelingt kaum, Langzeitarbeitslose in den Arbeitsmarkt zu integrieren, obwohl dies ein Ziel der Beschäftigungsträger ist“, fasste Sprecher Johannes Eschweiler zusammen. Die Caritas-Werkstatt und Amos könnten zwar Arbeitsplätze anbieten. Die Arbeit sei da, aber diese Arbeitsplätze müssten subventioniert werden.

Denn die Mitarbeiter aus dem Kreis der Langzeitarbeitslosen bräuchten eine intensive Begleitung. Diese Förderung sei mit dem Auslaufen der Bürgerarbeit weggefallen. „Unsere Aufgabe ist es, Langzeitarbeitslosen eine Perspektive zu bieten.“ Deshalb müsse die Problematik der Langzeitarbeitslosen in die Öffentlichkeit und zur Diskussion gebracht werden, sagte er.

Es gebe viele Einzelschicksale, anhand derer sehr deutlich werde, welchen tiefen Einschnitt verbunden mit Perspektivlosigkeit die Langzeitarbeitslosigkeit für den Einzelnen bedeute. Da bestehe dringend Handlungsbedarf. Dies unterstrich auch Sprecher Karl Panitz. Die Frage sei nur, wie eine Öffentlichkeit hergestellt werden könne. Gertrud Grotthaus schlug vor, den Langzeitarbeitslosen ein Gesicht zu geben und eine Ausstellung mit einem Porträt der Betroffenen unter der Schirmherrschaft der Bundestagsabgeordneten des Kreises auf die Beine zu stellen.

Der Vorschlag stieß auf Zustimmung. Gleichzeitig wurde von Johannes Eschweiler der Vorschlag gemacht, Dr. Wilhelm Schäffer, Staatssekretär im NRW-Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales, in den Kreis einzuladen, um mit ihm ins Gespräch über die Problematik der Langzeitarbeitslosen zu kommen. Zudem will die Armuts- und Arbeitsmarktkonferenz das Gespräch mit Helmut Nobis, Geschäftsführer des Jobcenters, suchen.

Anschließend verabschiedeten die Mitglieder Karl Panitz als Sprecher der RAAK. Sie dankten ihm für seine engagierte Arbeit. Er sei einer der „Motoren“ der RAAK und Garant für die Zusammenarbeit von Gewerkschaften, Kirchen und Wohlfahrtsverbänden im Kreis Heinsberg gewesen, gerade dann, wenn es um die Anliegen der Beschäftigten und der „kleinen“ Leute gegangen sei, betonte Johannes Eschweiler.

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