Langzeitarbeitlosen den Weg zurück in den Beruf ermöglichen

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Kreis Heinsberg. Die Regionale Armuts- und Arbeitsmarktkonferenz sprach in den Räumen von Amos in Oberbruch über Arbeitsfördermaßnahmen. Sprecher Johannes Eschweiler stellte fest, dass die Zahl der Langzeitarbeitslosen mit 3457 konstant geblieben, jedoch das Thema in den Hintergrund getreten sei.

Dies liegt nach Ansicht der Konferenz daran, dass die Arbeitsgelegenheiten für Arbeitslose reduziert worden seien, Bürgerarbeitsplätze Ende 2014 auslaufen würden und de facto der öffentlich geförderte Arbeitsmarkt abgeschafft sei.

Die Mitglieder befanden aber durchweg, dass auf dem Arbeitsmarkt Stellen oder Bürgerarbeitsplätze für besonders benachteiligte Gruppen eingerichtet werden müssten. Denn es sei schwierig, Langzeitarbeitslose in den regulären Arbeitsmarkt zu vermitteln.

Außer bei Amos, Caritas-Werkstatt und anderen Trägern gebe es sonst keine Möglichkeiten für diese, in geschützten Projekten Arbeit zu finden und zu haben. Die Betroffenen hätten in den letzten Jahren über verschiedene Jobmaßnahmen erlebt, Hoffnung auf Arbeit zu bekommen, unterstrich Sprecher Karl Panitz.

Diese Job-Perspektiven seien ausgelaufen. Und das Programm „Bürgerarbeit“ sei von vorneherein auf eine begrenzte Dauer von drei Jahren angelegt gewesen mit dem Ziel, vor allem ältere langzeitarbeitslose Leistungsbezieher in den ersten Arbeitsmarkt zu integrieren. „Sie fallen nun alle in ein noch tieferes Loch und haben Angst in Hartz IV zu kommen“, sagte er.

Leider gebe es im Moment auf der gesetzlichen Ebene keine Vorkehrungen für eine dauerhafte Förderung. Man müsse schauen, ob es seitens der Jobcenter Spielräume gebe, die zu nutzen seien, so der Tenor der Konferenz. Denn jeder habe das Recht auf Arbeit.

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