Langjähriger Ortsvorsteher wird ausgezeichnet

Von: Petra Wolters
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Landrat Stephan Pusch (Mitte) ehrte Heinz Franken mit der Verdienstmedaille. Seiner Frau Helga hatte er Blumen mitgebracht. Foto: Wolters

Heinsberg-Randerath. „Nennt man den Namen Heinz Franken, dann fällt auch automatisch das Wort Randerath, aber auch in der Umkehr ist es so. Sagt man Randerath, fällt meist auch der Name Heinz Franken.” Mit dieser Feststellung brachte Landrat Stephan Pusch den Kern aller Lobreden auf den langjährigen Ortsvorsteher und Ortsring-Vorsitzenden von Randerath auf den Punkt.

Gehalten wurden sie im Rahmen eines Festaktes im Saal der Gaststätte Neunfinger in Randerath, wo Franken im Beisein von Familie, Freunden und zahlreicher Gäste aus Kirche, Politik und Wirtschaft vom Landrat die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland erhielt.

Karl-Peter Bongartz, Vorsitzender des Ortsrings, der die Feierstunde organisiert hatte, konnte dazu neben dem Landrat auch Bürgermeister Wolfgang Dieder und seinen Vorgänger Josef Offergeld sowie den neuen Ortsvorsteher Alexander Schmitz begrüßen. Der Einladung gefolgt waren zudem Bundestagsabgeordneter Leo Dautzenberg und Landtagsabgeordneter Bernd Krückel.

Vor der Verleihung der Medaille ließ Pusch noch einmal die vielfältigen, vor allem kommunalpolitischen Tätigkeiten von Franken Revue passieren: 20 Jahre als Stadtverordneter und Ortsvorsteher sowie zehn Jahre als zweiter stellvertretender Bürgermeister, dazu sein Engagement in diversen Ausschüssen, vorrangig im Planungs- und Verkehrsausschuss. In seinem Heimatort war er zudem Gründungsmitglied einer Interessengemeinschaft zur Ortsverschönerung, aus der sich der Ortsring entwickelte, dessen Vorsitz er ebenfalls lange Jahre innehatte.

„Herr Franken hat es durch sein beharrliches Wirken geschafft, ein sehr harmonisches Vereinsleben im Ort zu erzeugen”, so Pusch. Dabei vergaß er nicht, Frankens historische Schriften über Randerath und seine ortsgeschichtlichen Führungen zu erwähnen sowie seinen Ehrenvorsitz im Trommler- und Pfeiferkorps.

Persönlich dankte Pusch dem Geehrten für sein persönliches Engagement in der für Randerath belastenden Situation rund um den Fall Karl D. und lobte ihn schließlich dafür, dem Ort zusammen mit vielen Mitstreitern bereits vier Mal zu Gold im Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden - Unser Dorf hat Zukunft” verholfen zu haben.

Als „einmalig und vorbildlich” fasste Wolfgang Dieder das Wirken Frankens zusammen. In erster Linie seien es immer die Menschen mit ihren großen und kleinen Problemen gewesen, die ihn veranlasst hätten, das Rathaus aufzusuchen. Dort habe er in zahlreichen Fällen erreicht, dass Anliegen oder Probleme in kürzester Zeit und unbürokratisch bearbeitet und gelöst werden konnten. „Menschen wie dich, Heinz, muss man einfach lieben!”, fügte er seiner Rede abschließend ganz persönlich hinzu.

Das Gespür für die Art des Umgangs mit den Menschen sei es, das Franken auszeichne, ergänzte der ehemalige Bürgermeister Josef Offergeld: seine große Sachlichkeit und die Fähigkeit zuzuhören, gepaart mit Verlässlichkeit und Weitsicht. Er sei immer für alle Menschen da gewesen, habe für jeden einzelnen ein offenes Ohr gehabt, ohne sich danach selbst mit dem Erreichten zu schmücken, lobte ihn sein Nachfolger im Amt des Randerather Ortsvorstehers, Alexander Schmitz. „Sei trotz all deiner Bescheidenheit ruhig richtig stolz darauf”, sagte er dem Geehrten.

Nachdem Ortshistoriker Dr. Santosh Pinto in einem Wortspiel mit den Initialen des Namens Heinz Franken sein Lob gesprochen hatte, gab dieser selbst seinem Gefühl Ausdruck, „im Übermaß mit Lob und anerkennenden Worten überhäuft” worden zu sein. Er habe all das nicht allein auf den Weg gebracht, betonte er. „So möchte ich die Ehrung, das Lob und die Anerkennung stellvertretend entgegennehmen für die Getreuen, die mich begleitet und unterstützt haben”, sagte er. Sein Dank im Rahmen des Festaktes ging an Kirchenchor sowie an das Trommler- und Pfeiferkorps, in denen er Mitglied ist und die unter der Leitung von Willi Kann ebenso wie die Senioren des Trommler- und Pfeiferkorps den musikalischen Rahmen gestalteten.

„Baschtisch überrascht” zeigte er sich dann auf Randerather Platt, als nach dem Dank des Ortsring-Vorsitzenden noch der Musikverein Uetterath für ihn aufspielte.
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