Landwirte: „Der regenarme Winter hängt uns noch nach“

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Vorsitzender der Kreisbauernschaft Heinsberg und Präsident des Rheinischen Landwirtschafts-Verbandes: Bernhard Conzen.

Kreis Heinsberg. Der Frühling kommt und so manchen Landwirt kribbelt es angesichts der anstehenden Feldarbeit schon in den Fingern. „Der Winter ist vorbei und für uns fangen wieder arbeitsreichere Zeiten an“, erklärte Bernhard Conzen, Vorsitzender der Kreisbauernschaft Heinsberg und Präsident des Rheinischen landwirtschafts-Verbandes.

Doch es gibt bekanntlich eine Sache, von der Feldarbeiten und auch der Erfolg der kommenden Ernte abhängen: das Wetter.

Wie Bernhard Conzen ausführte, hat Nordrhein-Westfalen nach Daten des Deutschen Wetterdienstes einen ungewöhnlichen Winter hinter sich. Mit durchschnittlich 2,5 Grad Celsius und fast 220 Sonnenstunden in den Monaten Dezember bis Februar sei es viel milder und sonniger als üblich gewesen. „Außerdem hat es viel weniger geregnet als sonst, der Winter war sehr trocken.“ Knapp 140 Liter pro Quadratmeter würden über 80 Liter weniger als sonst bedeuten. Schuld daran sei laut Wetterdienst das Fehlen von Tiefdruckgebieten. Während der Wintermonate hätten meistens Hochdruckgebiete mit trocken-kalter Luft dominiert. Erst ab Mitte Februar sei feuchtere und frühlingshaftere Luft nach Deutschland gekommen.

„Ich kann mir gut vorstellen, dass sich manche darüber wundern, dass wir noch von trockenen Böden sprechen“, so Conzen. „Aber der regenarme Winter hängt uns noch nach.“ Die Feuchteverhältnisse im Boden würden sich nicht so schnell ausgleichen lassen. Um das zu erreichen, müsse es noch ein wenig mehr regnen. Wichtig sei außerdem, dass es im weiteren Verlauf des Frühjahrs nicht mehr zu Bodenfrösten komme, da die Pflanzen mit dem Erwachen aus der Winterruhe auch ihre Frosttoleranz verlieren würden. „Für uns Landwirte steht als nächstes die Aussaat an. Sommergetreide, Zuckerrüben, Mais und Kartoffeln möchten in die Erde. Wir hoffen, dass das Wetter mitspielt“, so Conzen.

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