Kreis Heinsberg - Landwirte befürchten Ertragseinbußen und hoffen auf konstantes Wetter

Landwirte befürchten Ertragseinbußen und hoffen auf konstantes Wetter

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Der Mähdrescher naht: Beim Weizen drohen quantitative und qualitative Einbußen. Foto: Stefan Klassen

Kreis Heinsberg. Nach der Gerstenernte ist nun auch die Weizenernte im Rheinland gestartet. „Auf den ersten Flächen wurde bereits in der letzten Woche Weizen geerntet“, sagt Bernhard Conzen, Vorsitzender der Kreisbauernschaft Heinsberg.

Dies träfe vor allem auf trockene Weizenstandorte mit leichten und sandigen Böden, beispielsweise in Rheinnähe oder in der Voreifel zu. „Der Weizen hatte es in diesem Jahr aber leider nicht leicht“, so der Vorsitzende. Deutliche Niederschlagsdefizite seit der Aussaat im Herbst und viel zu hohe Temperaturen im Mai und Juni lassen die Landwirte mit Ertragseinbußen rechnen.

Die bisher gemeldeten Erträge ließen insgesamt nichts Gutes erwarten, befürchtet Conzen. Die Erträge dürften um 10 bis 20 Prozent niedriger liegen als normal. Bei sandigeren Böden seien noch höhere Ertragseinbußen eingetreten. „Wir müssen abwarten, wie sich die Zahlen weiterentwickeln“, so Bernhard Conzen.

Für die Landwirte heiße es jetzt, auf besseres und konstantes Wetter zu hoffen. „Wir brauchen dringend beständige und trockene Witterung mit Sonne für die Ernte. Ansonsten könnte es zu Auswuchs kommen, das bedeutet, dass die Körner bei feuchter Witterung bereits in der Ähre erneut keimen“, erklärt Bernhard Conzen. Dies hätte enorme Qualitätsverluste zur Folge.

In NRW werden auf circa 260.000 Hektar Winterweizen angebaut. Ungefähr ein Drittel davon, nämlich 92.000 Hektar, stehen im Rheinland. Weizen ist in Deutschland die bedeutendste Getreideart.

Die Wintergerstenernte ist im Rheinland mittlerweile weitestgehend abgeschlossen. Die Erträge lagen auch hier auf den sandigeren Böden und in den sehr trockenen Regionen um rund zehn Prozent unter dem gewohnten Niveau. Auf besseren Böden wurden unterdessen normale Erträge geerntet. Die Qualität der Ernteware ist insgesamt gut, wie der Kreisbauernchef erklärt.

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