Landtagswahl im Kreis Heinsberg: 190.000 Wahlberechtigte

Von: disch
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Im Heinsberger Kreishaus laufen am Wahlabend alle Fäden zusammen. Foto: Kreis Heinsberg

Kreis Heinsberg. 190.000 Wahlberechtigte gibt es bei der Landtagswahl im Kreis Heinsberg. Die Wahllokale sind am kommenden Sonntag durchgehend von 8 bis 18 Uhr geöffnet. Danach werden in den 195 Stimmbezirken vor Ort ebenso wie für die 32 Briefwahlbezirke in den Rathäusern der Städte und Gemeinden von den Wahlvorständen die Ergebnisse ermittelt.

Zentral laufen beim Kreis Heinsberg die Fäden zusammen, wo Liesel Machat, die Allgemeine Vertreterin des Landrates, als Kreiswahlleiterin fungiert. Im Rahmen einer öffentlichen Informationsveranstaltung können interessierte Bürger im großen Sitzungssaal des Kreishauses in Heinsberg an der Valkenburger Straße am Wahlabend ab 18 Uhr die Entwicklung live mitverfolgen, bis Liesel Machat schließlich die vorläufigen Endergebnisse für die beiden Wahlkreise 9 Heinsberg I (Südkreis) und 10 Heinsberg II (Nordkreis) bekanntgeben wird. Das endgültige Wahlergebnis wird vom Kreiswahlausschuss bei einer Sitzung am Mittwoch, 17. Mai, um 15 Uhr im kleinen Sitzungssaal des Heinsberger Kreishauses festgestellt.

Etwas mehr als 90.500 Wahlberechtigte können bei der Landtagswahl im Wahlkreis 9 Heinsberg I, zu dem die Städte Heinsberg, Geilenkirchen und Übach-Palenberg sowie die Gemeinden Gangelt, Selfkant und Waldfeucht gehören, in der Erststimmen-Spalte zwischen acht Kandidaten wählen.

SPD: Christoph Grundmann, Fachdozent, geboren 1980 in Aachen. CDU: Bernd Krückel, Steuerberater und Mitglied des Landtags, ­geboren 1964 in Waldenrath. Grüne: Christian Tellers, Bankkaufmann, geboren 1980 in Geilenkirchen. FDP: Stefan Lenzen, leitender kaufmännischer Angestellter, ­geboren 1981 in Heinsberg. Piraten: Norbert Boxberg, Diplom-Sozialpädagoge (FH), geboren 1946 in Wipperfürth. Die Linke: Dominik Goertz, ­Systemgastronom, geboren 1996 in Erkelenz. Freie Wähler: Walter Leo Schreinemacher, Architekt, geboren 1958 in Heinsberg. AfD: Hans Braun, Historiker, ­geboren 1950 in Birken-Honigs­essen.

Bei der Wahl 2012, die für die CDU landesweit zu einem Debakel wurde, hatte Christdemokrat Bernd Krückel den Wahlkreis und damit das Direktmandat trotzdem mit 46,3 Prozent souverän gewonnen, obwohl die Union damals immerhin 7,2 Punkte an Erststimmen und 9,4 Punkte an Zweitstimmen eingebüßt hatte. Die SPD kam mit Ulla Meurer trotz Zuwächsen nur bis zur 30-Prozent-Marke: mit 29,7 Prozent der Erst- und 30,2 Prozent der Zweitstimmen. Der Südkreis gilt schon immer als CDU-Hochburg. Für Aufsehen hatten 2012 die Piraten gesorgt: Sie erreichten damals quasi aus dem Stand heraus Ergebnisse, die im Südkreis mit 9,0 beziehungsweise 8,7 Prozent sogar über den Werten der Grünen (7,1 beziehungsweise 8,3 Prozent) lagen. Doch von solchen Werten dürfte in der Piratenpartei heute kaum noch einer zu träumen wagen.

Die Anfang Mai ermittelte vorläufige Zahl der Wahlberechtigten weist im Wahlkreis 10 Heinsberg II, dem Nordkreis mit den Städten Erkelenz, ­Hückelhoven, Wassenberg und Wegberg, einen deutlichen Anstieg aus: von 97.709 bei der Wahl im Jahr 2012 auf nunmehr 99.366. Sie haben die Wahl zwischen sieben Kandidaten, die vom Kreiswahlausschuss zugelassen worden sind.

SPD: Ralf Derichs, Diplom-Finanzwirt, geboren 1962 in Linnich. CDU: Thomas Schnelle, Polizeibeamter, geboren 1967 in Lövenich. Grüne: Hans Josef Dederichs, Polizeihauptkommissar, geboren 1964 in Erkelenz. FDP: Jörg Klapproth, Kommunikationsberater, geboren 1961 in Gelsenkirchen. Piraten: Dennis Crakau, Elektrokonstrukteur, geboren 1991 in Geilenkirchen. Die Linke: Sabri Gaaia, Schüler, geboren 1996 in Erkelenz. AfD: Jürgen Spenrath, Betriebswirt, geboren 1956 in Mönchengladbach.

Bei der Wahl vor fünf Jahren hatte Dr. Gerd Hachen von der CDU, der jetzt nicht mehr antritt, zwar mit 40,4 Prozent der gültigen Erststimmen erneut das Mandat gewonnen, aber sein Vorsprung gegenüber Nicole von den Driesch von der SPD war von über 15 auf rund fünf Prozentpunkte geschmolzen. So war Hachen denn auch „schon geschockt“ nach den ersten Prognosen und Hochrechnungen. „Das neue Debakel sprengt alle Dimensionen“, sagte er. Nicole von den Driesch, die damals für die SPD angetreten war und 35,2 Prozent erzielte, zeigte sich mit ihrem Abschneiden „total zufrieden“, auch wenn sie es als „schade“ empfand, dass nicht mehr Wähler taktisch gewählt hätten. Nach ihrer Ansicht hätte der Wahlkreis dann durchaus kippen können... Bei den Zweitstimmen lag die SPD mit 34,6 Prozent sogar vor der CDU, die auf 32,9 Prozent kam.

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