Heinsberg - Landtagsabgeordneter drückt noch einmal die Heinsberger Schulbank

Landtagsabgeordneter drückt noch einmal die Heinsberger Schulbank

Von: anna
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Heinsberg. „Ich war ein fauler Sack!” Eindeutige Worte fand Landtagsabgeordneter Bernd Krückel, als er am Mittwochmorgen nach vielen Jahren noch einmal an der Heinsberger Realschule zu Gast war, die er früher selbst besucht hatte, vor seinem Wechsel aufs Gymnasium und seinem Studium in Aachen.

Dabei suchte er das Gespräch mit zwei Klassen der Jahrgangsstufe sieben. Sie waren zuvor bei ihm im Landtag zu Gast gewesen. Da sie dort im Rahmen eines Schülerprojekts an der Simulation einer Plenarsitzung teilgenommen und die Zeit für einen persönlichen Austausch gefehlt hatte, drückte Krückel kurzerhand am Mittwochmorgen bereits früh zur ersten Stunde noch einmal selbst die Schulbank und war nach fast zwei Schulstunden rundum begeistert vom Interesse der Schüler an seiner Lebensgeschichte, an seiner Tätigkeit als Politiker, aber auch an seinem Leben als Familienvater.

Ja, Politiker zu sein, sei sein Traumberuf, erklärte Krückel, denn schon früh habe ihm nicht gepasst, dass Ältere immer darüber entschieden hätten, was für Jüngere richtig sei. Und doch verneinte er die Frage danach, ob ihm sein Beruf Spaß mache.

„Nein!”, sagte Krückel. „Es macht keinen Spaß, unterwegs zu sein um Geld zu sparen.” Aber die Menschen hätten ihn ja auch nicht gewählt, um Spaß zu haben, sondern dazu, sich Aufgaben zu stellen und Pro-bleme zu lösen. Befragt nach seinem „Verhältnis” zu Bundeskanzlerin Angela Merkel, gab sich Krückel bescheiden: „Ich bin ein viel zu kleines Licht, als dass ich von ihr wahrgenommen würde.” Sie würde ihn sicherlich grüßen. Aber seinen Namen wüsste sie bestimmt nicht.

Schon zu Realschulzeiten habe er sich als Klassensprecher und in der Schülervertretung engagiert, beschrieb Krückel den Beginn seiner politischen Karriere, in der es aber auch „drei Zacken nach unten” gegeben habe. So sei er früh einmal im Stadtverband der Jungen Union abgewählt worden, auch im Kreistag habe man ihn zunächst für „zu schnöselig” gehalten, im Landtag für zu jung. „Aber das gehört zur Demokratie. Und wenn man glaubt, die richtige Meinung zu haben, dann muss man auch dazu stehen.”

Leider würden Politiker nur selten in Schulen eingeladen aus der Sorge heraus, sie könnten Parteipolitik machen, bedauerte Krückel. Ihm gehe es vielmehr darum, seine Arbeit als Politiker im Landtag transparent zu machen. Sein Rat an die Schüler war schließlich, sich auch politisch zu engagieren, „egal in welcher Partei! Aber nur wer mit gestaltet, kann auch Dinge beeinflussen.”
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