Landrat beantwortet Fragen nach dem Kerosinunfall bei Awacs

Von: disch
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Kreis Heinsberg. „Aufgrund der überschaubaren Dimension des Unfalls, der unverzüglich angelaufenen Schadensbehebung, der Tatsache, dass die Trinkwasserversorgung des Verbandswasserwerkes Gangelt nicht beeinträchtigt wurde, sowie wegen der speziellen Zuständigkeiten nach Nato-Truppenstatut” sei nach dem Kerosinunfall auf dem Awacs-Flugplatz in Geilenkirchen-Teveren von einer Weitergabe der Schadensmeldung abgesehen worden.

Dies erklärte Landrat Stephan Pusch am Donnerstagabend im Kreisausschuss auf Anfrage der Grünen.

Wie ausführlich berichtet, war erst Anfang September bekannt geworden, dass Anfang August auf dem Flugplatzgelände 5000 Liter Kerosin ausgelaufen waren. Die Nato habe zwar unverzüglich die Untere Wasserbehörde des Kreises Heinsberg informiert, aber diese Informationen seien nicht an die Kommunen Geilenkirchen, Gangelt und Selfkant und auch nicht an das Verbandswasserwerk Gangelt weitergegeben worden, monierten die Grünen. So sei der Eindruck entstanden, es gebe Defizite in der Informationspolitik des Kreises.

Der Landrat erklärte, ein grundsätzliches Problem in der Informationspolitik werde „nicht gesehen”. In vielen Arbeitsbereichen gebe es mit den Städten und Gemeinden regelmäßig einen Informationsaustausch auf kurzem Wege. Pusch bezeichnete auch die Zusammenarbeit mit der Nato und den Behörden der Truppe als reibungslos und vertrauensvoll.

Der Landrat berichtete weiter, dass bei derartigen Unfällen Gefährdungen des Grundwassers nie gänzlich auszuschließen seien. In diesem Fall sei jedoch nach Bekanntwerden des Unfalls unverzüglich mit den Sanierungsarbeiten begonnen worden. Es sei Boden in einer Menge von 600 Kubikmetern (rund 1000 Tonnen) entnommen und sicher zwischengelagert worden. Dadurch seien bereits zirka 75 Prozent des Kerosins aus dem Schadensbereich entfernt worden.

Die Restsanierung erfolge durch eine aktive Boden-Luft-Sanierung und unter Zugabe von Nährsalzen, um den natürlichen Abbau der Kohlenwasserstoffe durch Mikroorganismen zu forcieren. Eine Gefahr für die Trinkwasserversorgung der Bevölkerung bestehe nicht und habe auch zu keinem Zeitpunkt bestanden, „da das Verbandswasserwerk das Trinkwasser aus einem tieferen Grundwasserstockwerk fördert und zudem noch eine Trennung zwischen den Grundwasserstockwerken besteht”, so Pusch.
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