Lahey-Park: Sturmschäden wie weggeblasen

Von: dn
Letzte Aktualisierung:
Der Lahey-Park hat inzwischen
Der Lahey-Park hat inzwischen die Sturmschäden überstanden. Hans Lahey stellte den wiederhergerichteten Bereich vor, der auf Besucher wartet. Bis zum Frühjahr soll er wieder seine volle Pracht zeigen. Foto: Dahmen

Erkelenz-Kückhoven. Um den Lahey-Park nahe Kückhoven war es in der letzten Zeit ruhig geworden, weil der Sturm im vergangenen Jahr erhebliche Schäden angerichtet hatte und der Park zum großen Teil gesperrt werden musste.

Allein über 100 große Bäume fielen dem Unwetter zum Opfer. Sie mussten mit viel Aufwand zerlegt und abtransportiert werden.

So schmerzlich die Naturschäden für Hans Lahey auch waren, seinen Optimismus hat er nie verloren. Beim Besuch berichtete er mit berechtigtem Stolz, dass inzwischen 106 junge Bäume die Lücken schließen, die Wege befestigt wurden und der Park zum großen Teil wieder hergerichtet ist, so dass sich ein Besuch schon lohnt.

Und weil der Park in diesem Jahr auf ein 40-jähriges Bestehen blickt, hat Hans Lahey eine Bilderschau vorbereitet, die vier Jahrzehnte Aufbauarbeit dokumentiert und erkennen lässt, mit wie viel Liebe zur Natur aus einer ehemaligen Müllkippe ein Naturparadies geschaffen wurde.

Er erinnerte sich noch genau an die mühevolle Arbeit von 1971 bis 1975. In diesen Jahren sammelte er auf dem 50 000 Quadratmeter großen Gelände den Müll ab und säte auf der ganzen Fläche Rasen, um im Aufwuchs Schadstoffe zu ermitteln.

Auf zwölf Versuchsbeeten testete er die verschiedenen Rasensorten, ehe er sich für eine Sorte entschied. Durch die Bodenpflege aktivierte er das Bodenleben und es bildete sich langsam Humus.

1979/80 pflanzte er die ersten Bäumchen. Dabei kamen die guten Beziehungen zu den Gärtnereien zum Tragen, die mit Baumspenden die Arbeit unterstützen. Zwei Jahre später folgten Stauden und Blumenzwiebeln. 1986 lud er die Gartenbauvereine im Kreis Heinsberg ein. „Die Gartenfreunde waren Feuer und Flamme für den Park und unterstützen die Arbeit mit dem Anlegen von Beeten”, sagt Hans Lahey.

Nach dem Fund eines jungsteinzeitlichen Brunnen (1991) auf dem Nachbargelände geriet der Park mehr in den Blickpunkt der Öffentlichkeit. Es folgten Seminare, Ausstellungen und Besuche von Gästen aus dem nahen Ausland.

Mit dem Nachbau eines 7000 Jahre alten Brunnens und Steinzeithauses lebte die Vergangenheit auf und zog viele Besucher an.

„Bis zum Frühjahr 2012 wird der Park wieder seine volle Pracht zeigen”, versicherte Hans Lahey. Dann wird zur Lahey-Park-Schau eine Ausstellung zum Thema „Heilende Gärten” eröffnet.

Unter Mitwirkung des Schirmherrn Prinz Professor Deschorre Khar-Chen Tao Tee und seiner Gruppe aus den Niederlanden werden die Beete zusammengestellt. Nach dieser Eröffnung ist der Eintritt für ein halbes Jahr frei.

Freiwillige Spenden zur Erhaltung des Parks werden gerne angenommen, so Hans Lahey. Bis zu diesem Termin sollen auch Tiere den Park für Besucher interessanter machen.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert