Läufer laufen auf giftigem Grund

Von: hewi
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Wegberg. Das Hans-Gisbertz-Stadion an der Ophover Mühle ist in die Jahre gekommen. Der Ascheplatz und die Tennelaufbahn bedürfen dringend einer Sanierung.

Bei den entsprechenden Vorarbeiten wurde festgestellt, dass die Asche der Laufbahn arsenhaltig ist. „Das Gift tritt in einem hohen Anteil auf, sodass Gefahr im Verzug” war, wie Bürgermeister Reinhold Pillich im Rahmen der Sondersitzung des Ausschusses für Bildung, Kultur, Soziales und Sport BiKKS) betonte. Daher habe er ohne eine Entscheidung des Ausschusses über die Art und Reihenfolge der Sanierungsarbeiten eine Beseitigung der kontaminierten Asche angeordnet.

Diese Maßnahme habe aber nichts mit der bevorstehenden Sanierungsarbeit am Stadion zu tun. Die Asche auf der Laufbahn und die auf dem Ascheplatz seien verschieden. Eine Durchsetzung mit dem Gift Arsen sei auf dem Platz nicht feststellbar gewesen.

Im aktuellen Haushalt waren für die Sanierung des Stadions rund 300.000 Euro vorgesehen. Eine Summe, die aufgrund des Zustandes der Anlage nicht ausreichen wird. Bei der Kostenschätzung war man zum Beispiel noch davon ausgegangen, dass die Drainage und die Entwässerungseinrichtungen noch in Ordnung seien. Sowohl beim Tennespielfeld als auch bei der Laufbahn wurde jedoch festgestellt, dass die Schichtenfolge des Belages nicht den Vorschriften entspricht und die Funktionsfähigkeit der Anlagen beeinträchtigt.

Daher wurde vorgeschlagen, zuerst einmal die Laufbahn in Angriff zu nehmen. Gleichzeitig sollen die Weitsprunggruben und Teile der Zaunanlage erneuert werden. Die Verwendung eines spritzbeschichteten Kunststoffbelags bei der Laufbahn und der Weitsprunganlage wird zwar rund 96.000 Euro teurer als geplant, wird aber zu weniger Pflege- und Unterhaltungskosten führen.

Der Ausschuss beschloss, dass die zusätzlichen Haushaltsmittel in Höhe von rund 125.000 Euro in den kommenden Haushalt aufgenommen werden sollen.

Nach der Genehmigung des Haushaltes soll mit der Sanierung begonnen werden. Der Ascheplatz wird bereits jetzt vom Bauhof in einen bespielbaren Zustand versetzt. Eine Umwandlung in einen Kunstrasenplatz wird ebenfalls diskutiert.
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