Wassenberg-Effeld - „Kusskuss in der Kuschelmuschel”: Almenrausch setzt Maßstäbe

„Kusskuss in der Kuschelmuschel”: Almenrausch setzt Maßstäbe

Von: Anna Petra Thomas
Letzte Aktualisierung:
Turbulent wurde es im Theater
Turbulent wurde es im Theater „Almenrausch”, als Gustav in der Pension (Heiko Holland-Moritz, 4.v.r.) in der Pension von Hans (Tony Eyßen, 3.v.r.) auf seine Frau Erika (Ute Staas, 2.v.r.) trifft.

Wassenberg-Effeld. Mit den insgesamt drei Aufführungen seines inzwischen neunten Theaterstücks hat das Laientheater „Almenrausch” im Effelder Bürgerhaus wieder neue Maßstäbe gesetzt. Dreieinhalb Stunden „Kusskuss in der Kuschelmuschel” vergingen wie im Flug und strapazierten die Lachmuskeln der Zuschauer immer wieder aufs Neue.

Gepaart war die lustige Darbietung mit herausragenden schauspielerischen Leistungen. So verkörperte etwa Verena Schröders Aische mit dem Akzent einer noch nicht so ganz gut Deutsch sprechenden Türkin. Brigitte Nußbaum gelang Gleiches als Französin Chantal aus Paris.

Für ein dauerhaft turbulentes Durcheinander sorgte die Grundkonzeption des Stücks: Hans (Toni Eyßen) besitzt eine schlecht gehende Pension.

Gustav, sein Freund und Bürgermeister, gut gespielt vom neuen Theatermitglied Heiko Holland-Moritz mit einem dezent natürlichen, thüringischen Akzent, hat die rettende Idee: Hans soll einen Teil seiner Pension in Betreutes Wohnen umwandeln, einen anderen in Separees für intime Stunden. Putzfrau im Betreuten Wohnen wird Aische. In den Separees kokettiert Chantal.

Gustav trifft sich hier mit seiner Geliebten Nina (Katja Schmitz). Seine Frau Erika (Ute Staas) ist zur selben Zeit am selben Ort mit Arnold Schwarzenbäcker (Stefan Laprell verabredet), das Unheil also vorprogrammiert; vor allem, wo noch Schwarzenbäckers Frau Lea (Gaby Forger-Pomerening) auftaucht.

Zusätzlich ins Separee mietet sich General a. D. Pfeiffer (Frank Virnich) ein. Ins Betreute Wohnen ziehen Momo (Berti Hohnen) und Balu (Peter Hanrath) ein. Doch die Hektik und die kuscheligen Versuchen machen ihnen zu schaffen. Nachdem der General a. D. dann sogar zum Duell auffordert, findet schließlich doch alles ein Happy End: Gustav kriegt seine Nina, seine Frau Erika ihren Arnold. Lea erobert den General und Chantal wird mit ihrem „Jean”, Pensionsinhaber Hans, glücklich. Übrig bleibt Aische. Sie übernimmt die Pension für „Müschel di Küschel”?

Als Souffleusen waren in diesem Jahr Paula Schröders und Kornelia Thissen dabei. Die Regie lag in den bewährten Händen von Willy Ritterbecks.

Ein Teil des Erlöses geht erneut an das Kinderhospiz Balthasar in Olpe. 12 500 Euro haben die Effelder dafür bisher aus ihren Theatererlösen gespendet.
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