Kunstvolle Frage nach dem Menschsein

Von: defi
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Arne Jansen (M.) zeigt in der
Arne Jansen (M.) zeigt in der Kreissparkasse Heinsberg seine Metall-Skulpturen. Gabriele Teuteberg hielt die Eröffnungsrede zur Ausstellung. Robert Küppers hieß die Gäste willkommen. Foto: defi

Heinsberg. „Arne Jansen ist heute Abend als Künstler zu feiern, er ist ein Mensch der genau umschreibt, was ihn antreibt”, sagte die Kunsthistorikerin Gabriele Teuteberg in ihrer Einführungsrede bei der Vernissage in der Kreissparkasse Heinsberg.

„Technik, Gestalt und Gesellschaft” lautet der Titel der Schau. Die Begeisterung für den Maschinenbau habe der Vater, das Interesse für die Kunst die Mutter geweckt, erläuterte Teuteberg die „zwei Seiten” des in Heinsberg geborenen, heute in Aachen lebenden Arne Jansen.

Als hauptberuflicher Maschinenbauer und Medizintechnikingenieur beschäftige sich Jansen täglich mit der Entwicklung, Rekonstruktion und Optimierung von medizinischen Techniken. Gabriele Teuteberg: „Gesellschaftliche Fragen spielen in seinen Werken eine ganz unterschiedliche Rolle. Aber anders als in seinem Beruf, wo er auf gestellte Fragen Lösungen durch seine Arbeit finden muss, ist er in seiner Kunst frei. Hier darf er durch seine Figuren und Objekte Fragen stellen; Antworten finden muss er mit seiner Kunst nicht.”

Teuteberg bemerkte mit Blick auf Arne Jansens Plastik einer Roboterhand, dass hier die seit Jahrhunderten in der Kunst gestellte Frage nach dem Menschsein gestellt werde. Was sei schöner oder wahrer, das natürliche oder das künstlich Geschaffene. „Definition und Feedback” hat Arne Jansen seine Roboterhand betitelt. „Hans-Dampf” heißt eine andere Skulptur. Sie ist wie viele von Jansens Werken aus Fundstücken entstanden.

In den lichtdurchfluteten Halle der Kreissparkasse fällt dem Besucher besonders eine Arbeit ins Auge, ein gut zwei Meter hoher Drache. Es handelt sich um eine Gemeinschaftsarbeit von Arne Jansen und Erich Scheuvens.

Robert Küppers, Direktor der Hauptabteilung Filialkundengeschäft, legte den Besuchern dar, wie Arne Jansen seine Vorliebe für das Metall fand. Die Vorliebe für diesen Werkstoff habe Jansens von seinen Großvätern und seinem Vater geerbt. Küppers: „Obwohl er seine Großväter nie kennengelernt hat, hat er schon früh mit deren Werkzeug gearbeitet.” Ein Praktikum in der Kunstschmiede Scheuvens in Waldenrath habe die Weichen für die spätere Ausbildung zum Kunstschmied gestellt.

Arne Jansen: „Erich Scheuvens motivierte mich an meinen eigenen Metallobjekten zu arbeiten.” Die Gemeinschaftsarbeit der beiden und eine Auswahl von Jansens Metallobjekten wie etwa die Venus oder der Denkende ist noch bis zum 4. August in den Räumen der Kreissparkasse Heinsberg, Hochstraße, während der Schalteröffnungszeiten zu besichtigen.
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