Kunstvereine: Teamgedanke wird im Horster Hof gelebt

Von: Johannes Bindels
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Elfriede Verwoert, Dr. Dirk Werner Rosenbaum, Ingrid Trantenroth-Scholz (v. l. n. r.) sind Vorstandsmitglieder vom Kunstverein Region Heinsberg. Foto: Johannes Bindels
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Ein Teil des Editionsarchiv: Der Horster Hof in Unterbruch ist die Heimat des Kunstvereins Region Heinsberg. Foto: Johannes Bindels

Kreis Heinsberg. „Kunst ist schön, macht aber Arbeit“, formulierte Karl Valentin vor vielen Jahren. Welche Arbeit in Form konzeptioneller Gestaltung, kreativer Begleitung von Kunstschaffenden und Präsentationen von Kunstwerken der Kunstverein Region Heinsberg in den letzten 30 Jahren geleistet hat, stellen im Team die Vorstandsmitglieder Ingrid Trantenroth-Scholz, Elfriede Verwoert und Dr. Dirk Werner Rosenbaum im Gespräch mit unserer Zeitung vor.

Dass der Teamgedanke gelebt wird, demonstrieren die Gesprächspartner, weil sie sich mit ihrem jeweiligen Fachwissen ergänzen in ihren Beiträgen. Ein Kunstverein, der auf das Engagement des Ehrenamtes aufgebaut ist, ist mit diesem Teamkonzept gut beraten. Da ist die Künstlerin und Kunstpädagogin Elfriede Verwoert, Beiratsmitglied im Verein, die schon seit der Gründungsphase im Jahr 1985 dabei ist.

„Von Anfang an war im Verein eine Professionalität vorhanden, die gleich für einen hohen Qualitätsstandard gesorgt hat“, lässt Verwoert den Blick zurückgehen. So habe 1991 die damalige ABM-Maßnahme eine hauptamtliche Arbeitsstelle ermöglicht, die – mit Norbert Schmalen besetzt – dem Kunstverein zu überregionaler Bedeutung verholfen habe. Ausstellungen mit Künstlern wie Thomas Virnich, Tony Cragg, Herbert Falken und Joachim Bandau repräsentieren diesen Beginn.

Entstanden ist der Kunstverein Region Heinsberg vor über 30 Jahren aus der kleinen Fotogalerie von Uwe und Gisela Piper in der Hochstraße 45 in Heinsberg. „Das Konzept der wechselnden Ausstellungen für Fotografie, Malerei und Plastiken wie Installationen hat bis heute Bestand“, bestätigt Ingrid Trantenroth-Scholz, stellvertretende Vorsitzende und Kuratorin des Vereins.

Mit dem Umzug im Jahr 1997 in die Räumlichkeiten des denkmalgeschützten Horster Hofes ergaben sich neue Ausstellungsmöglichkeiten. „Jungen, weniger bekannten Künstlern und Künstlerinnen ein Forum zu bieten und die Möglichkeiten für eine Einzelausstellung zu geben sowie die Förderung der regionalen Künstlerinnen und Künstler durch Gruppenausstellungen zu realisieren, sind Schwerpunkte unserer Arbeit“, betont die Kuratorin. Mit Tony Cragg im Jahr 2009, Günther Uecker in 2012 und mehrfach Thomas Virnich zuletzt noch im Jahr 2015 seien Highlights für die Mitglieder und Besucher des Kunstvereins gelungen.

Die regelmäßige Teilnahme an der Kunsttour sei Verpflichtung zur Stärkung der regionalen Kunstszene, betonen die Vereinsvertreter. In diesem Jahr erfolge dies mit der Ausstellung „Installation“ der Künstlerin Monika Ortmann.

„Wir erhalten jährlich mehr als 50 Ausstellungsbewerbungen. Damit sind wir über aktuelle Entwicklungen in der zeitgenössischen Kunst informiert. Aus diesem Fundus wählen wir fünf pro Jahr für ein aktuelles und anspruchsvolles Ausstellungsprogramm aus“, beschreibt Trantenroth-Scholz das Auswahlverfahren des Vereins. Mit der Künstlervorstellung sollen Besucher und Kunstinteressierte einen Informationszuwachs erhalten.

Von der Laudatio bis zum Künstlergespräch finden wechselnde Formen der Begleitung statt, die vor allem dem Dialog zwischen Betrachter und Künstler dienen sollen.

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