Kunstverein präsentiert in Unterbruch „Biotope”

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„Biotope”: So lautet der Tit
„Biotope”: So lautet der Titel der Ausstellung mit Textilobjekten von ­Alexandra Deutsch, die der Kunstverein Region Heinsberg präsentiert.

Kreis Heinsberg. Unter dem Titel „Biotope” zeigt der Kunstverein Region Heinsberg in den kommenden Wochen in Unterbruch ­(Horster Hof) eine Ausstellung mit Textilobjekten von Alexandra Deutsch. Die Eröffnung ist am kommenden Sonntag, 21. Oktober, um 11.30 Uhr.

Die Künstlerin wird anwesend sein. Es ist dann auch eine Tanzperformance von Kunie Baba zu erleben. Die Ausstellung läuft bis zum 11. November. Sie ist sonntags von 11 bis 17 Uhr und freitags von 15 bis 18 Uhr sowie nach Vereinbarung geöffnet.

Die 1968 in Karlsruhe geborene Künstlerin, die an der Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz Bildende Kunst studiert hat, lebt und arbeitet in Wiesbaden. Ihre Objekte sind geprägt von einem Formenrepertoire, das sich weitgehend an Organischem orientiert. In ihren Papier- und Stoffobjekten scheinen die Formen wie Pflanzen oder Zellstrukturen zu wachsen, ohne ein naturalistisches Abbild zu sein. Naturassoziationen, die die Künstlerin beflügeln, gehen unmittelbar beim Anschauen der Arbeiten auf den Betrachter über. Es entsteht ein ganz eigener Kosmos, geprägt auch durch die eingesetzten und bearbeiteten Materialien.

Die Papier- sowie auch die Stoff­objekte erweisen sich als ein ganz eigenes Biotop, das von einer hohen ästhetischen Qualität und poetischer Kraft zeugt. In den frei schwebenden Stoffarbeiten greift die Künstlerin den ihr eigenen organischen Kosmos auf. Diese Objekte scheinen den Betrachter aufzufordern, sie auch haptisch zu erfassen. Man möchte sie nicht nur berühren, sondern sie in Bewegung versetzen, um sie lebendig werden zu lassen.

Diese Herausforderung, die von den Objekten ausgeht, führt dann auch konsequenterweise dazu, sich tänzerisch mit ihnen im Raum zu bewegen. Diese von Musik und Geräuschen begleiteten Bewegungen erwecken die Arbeiten zum Leben. So entstand im Rahmen einer Veranstaltung zu einem interdisziplinären Kunstprojekt 2007 in der europäischen Kulturhauptstadt Luxemburg eine Tanzperformance wie sie auch bei der Eröffnung in Unterbruch geboten wird. In einem solchen Zusammenspiel von Objekt, Musik und Tanz wechselt ständig die Interaktion. Von ruhigen, tastenden Bewegungen und spielerischem Erkunden geht es über in stark raumgreifende und schwungvolle Rhythmen.

Eine weitere künstlerische Ausdrucksmöglichkeit findet Alexandra Deutsch in der Technik der Monotypie. In diesen flächigen Arbeiten überlagern sich Linien und Formen und nehmen die organischen Gestaltungselemente wieder auf. Durch Farb- und Formkontraste entsteht in diesen starkfarbigen Arbeiten eine Räumlichkeit und Bewegung, die mit der visuellen Sprache ihrer Objekte in Verbindung steht. Für den Kunstverein hat die Künstlerin als Edition solche Monotypien, die Unikate sind, erarbeitet.
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