Kunstlabor.de-Live: Künstler gestalten Zeit und Raum

Letzte Aktualisierung:
kunstlabor-foto
Aus Kanthölzern wurden Kunstwerke: Die Stelen-Installation war eine Attraktion beim Event Kunstlabor.de-Live auf der Erkelenzer Burg. Foto: Koenigs

Erkelenz. Zum fünften Mal präsentierte sich das Internetportal Kunstlabor.de mit einem Live-Event der interessierten Öffentlichkeit, zum vierten Mal war die Erkelenzer Burg der Schauplatz.

Kunstlabor-Initiator Michael Kempe erklärte, er habe sich angesichts der Vielfalt der teilnehmenden Künstler tagelang Gedanken nach dem verbindenden Element der ausgestellten Arbeiten gemacht, bis er zu dem Ergebnis gekommen sei.

„Wir gestalten Zeit und Raum, jeder auf seine individuelle Weise.” Dabei sei schon die Zeit vor dem Event eine Zeit gemeinsamer Kreativität gewesen, hatten die Teilnehmer doch jeder mindestens aus einem Kantholz eine Stele für eine gemeinsame Installation erarbeitet.

Die Schaffung eines gemeinsamen Stelenparks war die Idee von Willi Arlt, der seit Jahren zu den Künstlern gehört, die bei Kunstlabor.de dabei sind. Zuerst wollte keiner der Künstler den Anfang machen, als es darum ging, die bis Stelen zu enthüllen und die Gesamtinstallation aus 32 Stelen zu präsentieren.

Auch da machte Kempe selbst den Anfang. Als die Stelen enthüllt waren, offenbarte sich den Besuchern ein beeindruckendes Bild. Die Vielfalt der Ideen und Herangehensweisen überraschte jeden. Kempe selbst hatte seine Stele zum Tor in Parallelwelten werden lassen, indem er von zwei Seiten aus Sichtfenster hineingeschnitten hatte, die den Blick auf zwei verschiedene Plätze offenbarten.

Die Gesamtinstallation von 32 Stelen nahm den Raum vor der Bühne ein, auf der wenig später Beate Theißen (Orgel) und Waltraud Barnowski-Geiser (Gesang) mit melancholischer Musik und kritischen Texten das umfangreiche Programm dieses Wochenendes eröffneten.

Die Kunst auf der Burg wurde vor allem durch eine Installation von Gerd Blum weithin sichtbar gemacht. Er hatte eine Straße aus einer 75 Meter langen Spezialfolie an zwei Seiten des Turmes angebracht; sie lief auch über den Innenhof.

Der Titel „Aufbruch 2012” beziehe sich auf den Maya-Kalender, der in diesem Jahr aufhöre und den Beginn einer neuen Zeitrechnung ankündige, erklärte Blum auf Nachfrage. Die verwendete Folie stammt aus dem Gartenbau, ist wurzelfest und UV-beständig. Also bestens geeignet, um ein paar Monate an der Burg zu hängen...

Die „Straße auf der Burg” ist ebenso weithin sichtbar wie die Lichtinstallation im vergangenen Jahr, die immerhin rund ein halbes Jahr an der Außenwand des Turms überlebte, ehe sie entfernt wurde.

In Anspielung auf dieses Werk sprach Bürgermeister Peter Jansen auch von der „Nachhaltigkeit”, die die Veranstaltungen des Kunstlabors auf der Burg hinterließen. „Kunst soll Spannung und Nachdenken erzeugen”, betonte er. Dies werde von den Kunstlabor-Machern greifbar umgesetzt.

Auch Dr. Richard Nouvertn, Vorstandsvorsitzender der Sparkassen-Kunst-Stiftung, die das Kunstlabor-Event unterstützte, hob die Bedeutung der Veranstaltung hervor. Und er betonte, dass die Straße an der Burg ruhig etwas länger hängen bleiben könne...

An den drei Veranstaltungstagen bis zum Sonntag stellten rund 20 Künstler ihre Arbeiten auf dem Gelände der Burg aus. Darunter war auch wieder der Erkelenzer Fotograf Jochen Rüskens mit Aktfotografie. „Neben der Möglichkeit auszustellen ist vor allem die familiäre Atmosphäre reizvoll, die an den Tagen hier auf der Burg herrscht”, erklärte er.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert