Kunstlabor auf Haus Hohenbusch: Eine Plattform, die sich wandelt

Von: hewi
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Kisten von innen gestaltet: Dr. Richard Nouvertné von der Sparkassenstiftung und die stellvertretende Bürgermeisterin Astrid Wolters an der Arbeit der Lebenshilfe. Foto: Wichlatz
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Neu an Bord beim Kunstlabor: Runa Rosina Menges. Foto: Wichlatz
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Musikalische auf den Putz gehauen: Die Gruppe Mother´s Cake spielt die progressive Rockmusik, für die sie bekannt ist. Foto: Wichlatz

Kreis Heinsberg. „Wenn Sie weitermachen, sind wir auch dabei.“ Diese Worte von Dr. Richard Nouvertné beruhigten Georg Blank vom Gremium des Kunstlabors, nachdem er mehrmals den Namen der Sparkassenstiftung, der Nouvertné vorsteht, in seiner Eröffnungsrede verdreht hatte.

Die Kunststiftung der Kreissparkasse unterstütze den Event des Internetforums Kunstlabor.de, da sich die Veranstaltung ständig verändere und neu erfinde. Von der Erkelenzer Burg zog das Kunstlabor im vorigen Jahr nach Hohenbusch um. Bei der nunmehr elften Auflage waren 33 Künstler und Bands dabei, die ein breites Spektrum dessen abdecken, was man unter dem Suchbegriff „Kunstlabor“ findet.

Die Internetplattform wurde von Silvia und Michael Kempe mit dem Ziel gegründet, den in der Region tätigen Künstlern die Möglichkeit des Austauschs und der Präsentation zu geben.

Lange Tradition

Auch nachdem sich die Kempes aus dem Projekt zurückgezogen hatten, ging es weiter. Ein Gremium, das sich aus den Reihen der Künstler zusammensetzt, übernahm die Leitung und Organisation des Events, das jedes Jahr ein wachsendes Publikum anlockt. Darunter auch die stellvertretende Bürgermeisterin Astrid Wolters. Sie zeigte sich vor allem von der Gemeinschaftsarbeit der teilnehmenden Künstler beeindruckt. Auch die hat eine lange Tradition.

Vor dem Event stellen sich die Teilnehmer eine gemeinsame kreative Aufgabe, die sie dann umsetzen. Dieses Jahr hatte man sich darauf geeinigt, das die Künstler eine kleine Holzkiste in der Größen einer Schallplattenbox von innen gestalteten. Diese 34 „Innenansichten“ wurden zu Beginn der Veranstaltung erstmals zusammengetragen und ausgestellt.

Auch die Leute von der Lebenshilfe in Erkelenz hatten eine Kiste von innen gestaltet. Unter dem Titel „Berühren erwünscht“ konnte man seinen Arm durch einen Schlauch stecken und den Inhalt der Kiste ertasten. Die Bewohner einer Wohngruppe der Lebenshilfe waren für das Catering zuständig. „Hier auf Hohenbusch können wir auch den inklusiven Gedanken des Kunstlabors besser umsetzen“, betonte Georg Blank. Auf der Burg sei dies in dem Maße nicht möglich gewesen.

Zu den Ausstellungen im Laienbrüderhaus und Atelier kam ein abwechslungsreiches Bühnenprogramm auf dem Hof. Es reichte von der Ambientemusik Oliver Wessels über das Duo EigenArt, das mit Hilfe der Gospel Voices Stücke von seiner CD „Dennoch Heimat“ vorstellte, bis zum progressiven Rock der Band Mother‘s Cake, Gana Devata mit ihrer Handpan und den Djembe-Freunden. Lesungen von Gisela Stotzka, Marlen Krings, Brigitte Böckels und Waltraud Barnowski-Geiser rundeten am Sonntag das Bühnenprogramm ab.

Norbert Kostka benutzte seinen Holzkasten der Gemeinschaftsaktion, um sich vom Kunstlabor zu verabschieden. Dafür hatte er eine Diaschau seiner Projekte zusammengestellt. Den aus Polen stammenden Wahl-Wegberger zieht es in den Osten, an die deutsch-polnische Grenze, wo er Großprojekte geplant hat. Neu im Kunstlabor dabei ist Runa Rosina Menges, die aus Hessen stammt und nun in Oerath malt und arbeitet. „Das Kunstlabor befindet sich in einer ständigen Weiterentwicklung“, erklärte Blank. So spiegele es die hiesige Kunstszene in ihrem Facettenreichtum wider.

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