Kunstaktion der Grünen: „Kein Platz für Fracking“

Von: gs/disch
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Symbolischer Start der Grünen Kunstaktion gegen Fracking: Maria Meurer, Christian Tellers, Sofia Tillmanns und Frank Baczyk (v. r. n. l.) mit gelben Stühlen an der Grenze bei Selfkant-Saeffelen. Foto: Georg Schmitz

Kreis Heinsberg. „Die Förderung von Schiefergas ist gefährlich und unverantwortlich“, formulierte Maria Meurer von der Kreistagsfraktion der Grünen. Was die Fraktionsvorsitzende und – wie es in einer Erklärung der Partei heißt – „alle Grünen im Kreisverband Heinsberg“ umtreibe, seien die Pläne des niederländischen Wirtschaftsministeriums in Den Haag.

Minister Henk Kamp wolle Anfang Dezember darüber entscheiden, ob unter anderem im Gebiet entlang der deutsch-niederländischen Grenze Fracking zur Gasförderung zugelassen werde.

Die Grünen erklärten, bereits Unterschriften gesammelt und im Kreistag sowie in Räten Resolutionen gegen Fracking eingebracht zu haben. So hatte der Kreistag nach einer ursprünglichen Initiative der Grünen auf Antrag von sechs Fraktionen mit einem einstimmigen Votum die Verwaltung aufgefordert, im Rahmen der Beteiligung an der „Strukturvision Schiefergas“ der niederländischen Regierung die ablehnende Haltung des Kreises Heinsberg deutlich zu machen. Unterschriften und Resolutionen also, „aber das reicht nicht“, so Meurer. Gruppierungen der Grünen entlang der Grenze – vom Kreis Heinsberg bis zum Kreis Kleve – hätten sich deshalb zu ­einer auffälligen Kunstaktion entschlossen. Das Motto lautet: „Geen plaats voor fraccen“ – „Kein Platz für ­Fracking“.

Nach den Vorstellungen der Initiatoren sollen bis Mitte November 100 Stühle von 100 Orten auf 100 Wegen von der Grenze zur niederländischen Regierung wandern. Wer einen Stuhl auf seinem Weg finde, solle ihn ein kleines Stück mitnehmen in Richtung Den Haag. So sollen Tausende zeigen: „Nirgends ist ein Platz für ­Fracking!“ In Folie eingeschweißt, sind auf den Sitzflächen der Stühle – in niederländischer Sprache – die wichtigsten Informationen rund um diese Aktion zu finden. Sie startete am vergangenen Sonntag in Brüggen. Im Kreis Heinsberg erfolgte am Dienstagmorgen bei Selfkant-Saeffelen am Grenzübergang Richtung Koningsbosch der symbolische Start.

Die Grünen Maria Meurer, Christian Tellers, Sofia Tillmanns und Frank Baczyk rückten, unterstützt von den beiden Hunden Ella und Finn, Stühle zurecht. Das Quartett zeigte sich gespannt, wie viele Stühle in Den Haag ankommen werden. Die vier Grünen trugen Aufkleber mit der Aufschrift: „Stop Fracking – wir stellen uns quer“. Und sie betonten, dass sie auch Probebohrungen entlang der Grenze verhindern wollen.

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