Kunst- und Kulturtag: Fantasie und Farbe, Romane und Rhythmen

Von: Karin Klimmeck
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Knapp 90 Teilnehmer zählte de
Knapp 90 Teilnehmer zählte der Kunst- und Kulturtag in Wassenberg. Das Programm präsentierte sich den Besuchern dieses Mal abwechslungsreich wie selten Foto: Beckers

Wassenberg. Ein bewundernswertes Engagement der ortsansässigen wie auswärtigen Künstler und ein reger Zuschauerzuspruch haben das Bild einer „Kunststadt”, wie sie nicht schöner und anziehender als „Zeltstadt” in einem einmaligen Ambiente der Burg Wassenberg hätte sein können.

Installationen aus Holz und Stein

Dieses Urteil war von manchem Kunstexperten zu vernehmen. Bei der offiziellen Eröffnung durch den stellvertretenden Bürgermeister Willibert Roggen, der zusammen mit Markus Peggen aus Effeld als Moderator tätig war, wurden die Hauptinitiatorinnen der Wassenberger Kunstszene vorgestellt: Maria Brosch und Rita Gehlen-Marx, zusammen mit Mary Mulder aus Valkenwaart bei Eindhoven, der neu gewählten Vorsitzenden des Creativ-Kreises „Emaille”, der international renommierten Künstlervereinigung, die europaweit besondere Künstlergruppen vereinigt und durch besondere Ausstellungen bekannt macht.

Auch jetzt war der Initiativkreis wieder mit einer großen Sonderausstellung im großen Burgsaal vertreten. Die Damen Brosch und Marx fanden, wie auch die anderen Künstler, große Beachtung. Unter ihnen befand sich auch H. Neikes aus Wassenberg, der mit seinen Installationen aus Holz und Stein - alles Fundstücke aus Irland - besonderes künstlerisches Empfinden und viel Fantasie zeigte. Eine weitere Ausstellung im großen Burgsaal fand viel Beachtung.

Ausgestellt waren mehrere Kirchenfenster aus der von Norbert Dahmen renovierten und restaurierten kleinen Friedhofskapelle im Stil des 19. Jahrhunderts. Dahmen, Besitzer des ebenfalls von ihm restaurierten alten Rathauses am Roßtorplatz, hatte die Holzfenster überarbeitet.

Rita Gehlen-Marx „füllte” sie mit abstrakt dargestellten Figuren, Formen und Objekten aus der gegenständlichen Welt, auf Seide mit Handbrush-Technik gemalt. Die Fenster erhalten so eine ganz besondere Ausstrahlung mit Anklang an das Sakrale des Raumes, aus dem sie stammen.

Auch im geschmackvoll arrangierten Ausstellungsteil im Burgsaal waren Bilder der Wassenberger Künstlerinnen zu sehen. „Einfach hinreißend” fanden Besucher aus dem Kölner Raum auch die hochwertigen kunstgewerblichen Darstellungen aus edlen Materialien und Metallen. Die prächtigen Vögel waren nur einige Beispiele aus der Tierwelt, unter ihnen als wahrer Zuschauermagnet eine Uhu-Mutter mit ihren Jungen.

In den Zelten, die allen Ausstellenden einen schützenden Rahmen boten, ging der Betrieb ungehindert weiter. Das Gewitter grollte zwar, doch es blieb letztlich aus und verschonte den Kunst- und Kulturtag. Das spanische Duo Petra und Carlos sang seine spanische Folklore. Die japanischen Trommeln „Wadaiko Rosenstrauch” aus Wegberg trommelten rhythmisch perfekt und ausdrucksstark. Von Zeit zu Zeit „weckten” sie das Interesse am Wassenberger Burgberg, der sich - frisch gemäht und im schönsten Grün - von seiner besten Seite zeigte und viele „Bergsteiger” anzog, die von oben einen Blick über das Heinsberger Land genießen wollten.

Farbe und Pinsel für die Jugend

Im Jugendzentrum durften Nachwuchskünstler zu Farbe und Pinsel greifen und auf einer Wand ihre künstlerischen Fantasien ausleben. Die Bücherkiste war ebenfalls beim Kunst- und Kulturtag aktiv mit speziellen Lesungen im Weißen Saal der Burg. Reinhold Friedl referierte aus seinen Elbe-/Weserkrimis, Marlene Geselle aus ihren Historienromanen und Angela Hünnemeyer, die Ratheimer Autorin, aus ihrem gerade erschienen Roman. Einen besseren und angenehmeren Rahmen für eine Lesung konnte es wohl kaum geben.
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