Kunst, Kreativität und Vielfalt im „Kunstlabor“

Letzte Aktualisierung:
14912367.jpg
Spannende Gemeinschaftsarbeiten sind Markenzeichen des Kunstlabors, wie im vergangenen Jahr auch Astrid Wolters, stellvertretende Erkelenzer Bürgermeisterin, erfahren durfte.
14912382.jpg
Kreativ-Team: Gisela Stotzka, Georg Blank und Willi Arlt (v.l.) vom Gremium des Kunstlabors.

Kreis Heinsberg. „Kunstlabor“. Unter diesem Namen stellen seit zwölf Jahren Künstler aus der Region einmal im Jahr ihre Arbeit vor. Angefangen hat die Idee des Kunstlabors als Internetportal, mit dem die beiden Lövenicher Silvia und Michael Kempe die Vielfalt der Kunstszene in der Region darstellen wollten. So entstand schnell eine offene Gemeinschaft, die mittlerweile nicht nur im Internet einen regen Austausch pflegt.

Nachdem das Sommerevent einige Jahre in der Erkelenzer Burg und auf dem Burghof stattgefunden hatte, zogen die Künstler vor zwei Jahren nach Hohenbusch um. Das ehemalige Kloster hat selbst längst über die Region hinaus den Ruf einer Kunststätte erlangt.

34 Künstler und Gruppen

„Das Kunstlabor hat in Hohenbusch ideale Möglichkeiten gefunden“, betont Georg Blank. Er gehört zum siebenköpfigen Gremium, das aus Künstlern besteht und die Arbeit der beiden Kempes fortsetzt. In diesem Jahr werden sich 34 Künstler und Gruppen an dem zweitägigen Event beteiligen, zu dem das Kunstlabor am Samstag, 15. Juli, und Sonntag, 16. Juli, einlädt. Zu sehen sein werden Arbeiten der bildenden Kunst von Bildern und Fotografien bis hin zu Skulpturen aus Keramik, Eisen und anderen Stoffen. Abgerundet wird das kreative Angebot durch Musik, Tanz und Literatur.

Eine Tradition beim Kunstlabor-Event ist die Gemeinschaftsarbeit, bei der sich alle teilnehmenden Künstler einem gemeinsamen Thema widmen, das sie umsetzen und dann gemeinsam ausstellen. Im vorigen Jahr wurden Holzkisten mit kreativem Leben gefüllt. In diesem Jahr haben sich die Künstler zur Aufgabe gemacht, jeweils eine Flasche kreativ zu inszenieren. „Was aus den Flaschen entsteht, hängt von jedem Künstler selbst ab“, sagt der Künstler Willi Arlt, der ebenfalls dem Gremium angehört. Umso gespannter seien die Organisatoren selbst auf die Ergebnisse der Gemeinschaftsaufgabe. Diese werden wieder in der ehemaligen Schmiede zu sehen sein.

Das Kunstwochenende auf Hohenbusch beginnt am Samstag um 14 Uhr mit der Präsentation der Gemeinschaftsarbeiten. Musikalisch wird sie von Oliver Wessel am Piano begleitet. Nach der offiziellen Eröffnung durch den Erkelenzer Bürgermeister Peter Jansen und Vertreter der Kunststiftung der Kreissparkasse präsentiert das Duo Eigenarts (Waltraud Barnowski-Geiser und Beate Theißen) seine selbstkomponierten Lieder. Um 19.15 Uhr folgt Gana Devata mit ihren Handpans.

Um 19.45 Uhr präsentiert Frank Rimbach gemeinsam mit dem Musiker Marcel Rommerskirchen Ausschnitte aus ihrem musikalischen Bühnenprogramm „Café Inge Lullaby“, bevor um 20.30 Uhr der Gitarrist Donat van Walderveen gemeinsam mit dem Sänger Andreas Bach zuschlägt. Beide waren bislang beim Kunstlabor auf Hohenbusch mit der Band „Mother´s Cake“ vertreten. Diesmal gehen sie musikalisch neue und eigene Wege. Gegen 21 Uhr liest der Erkelenzer Autor Helmut Wichlatz eigene Texte, bevor gegen halb zehn die Tanzperformance „merkwürdig(e) Gestalten“ beginnt und gegen 22 Uhr Oliver Wessel am Piano den Abend ausklingen lässt.

Am Sonntag beginnt das Kunstlabor um elf Uhr mit der Flaschenausstellung, bevor um 14 Uhr Gisela Stotzka die Reihe der Lesungen im Laienbrüderhaus eröffnet. Ihr folgt die Künstlerin Runa Rosina Menges, die ebenfalls im Laienbrüderhaus liest. Die Waikido-Trommelgruppe RosenStrauch bringt ab 15 Uhr die Bühne auf dem Hof zum Beben, bevor ab 15 Uhr wieder Frank Rimbach zur Lesung ins Laienbrüderhaus einlädt. Ihm folgt Waltraud Barnowski-Geiser, die ihre Texte durch Live-Painting zusätzlich inszeniert. Gegen 16.45 Uhr ist wieder Helmut Wichlatz an der Reihe. Den Schlusspunkt setzen die Djembe Freunde um Uli Reifferscheidt, die seit Jahren gern gesehene Gäste des Kunstlabors sind.

Einen Vorteil sieht Gremiums-Mitglied Georg Blank auch darin, dass Hohenbusch im Gegensatz zum Erkelenzer Burghof auch für Rollstuhlfahrer erreichbar ist. „Der Gedanke der Inklusion gehört zu unserem Kunstverständnis“, sagt er. Daher ist auch in diesem Jahr wieder das Catering Aufgabe einer Gruppe von Menschen mit Behinderung, die in einer betreuten Wohngruppe in Erkelenz zusammenwohnen.

Als ob es mit der Kunst auf Hohenbusch noch nicht genug wäre, fällt das Kunstlabor in die Zeit des diesjährigen Sommerkunsttreffs, den die Erkelenzer Künstlerin Elke Bürger organisiert.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert