„Kunst in der Fabrik“ weckt Interesse an Kunst

Von: jwb
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„Unlimited – Kunst in der Fabrik“: Allein schon der Blick in die Ausstellungsräumlichkeiten im Oberbrucher Bizz-Park gab Anlass zu Gesprächen. Foto: Bindels
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Fast komplett: Die ausstellenden Künstlerinnen und Künstler freuten sich bei der Eröffnung. Foto: Bindels

Kreis Heinsberg. Befürchtungen der Künstlerinnen und Künstler im Vorfeld der Ausstellung „Unlimited – Kunst in der Fabrik“ im Bizz-Park in Oberbruch, aufgrund des betrüblichen Wetters könnten nur wenige Menschen sich auf den Weg zur Vernissage machen, bestätigten sich nicht.

Erfreulich viele Kunstinteressierte folgten dem Grußwort von Thomas Aymans, dem Geschäftsführer der Sparkassen-Kunst-Stiftung, und der Laudatio von Ralf Walraff zur Eröffnung.

„Als ich mich heute Morgen von meinen Kindern verabschiedete und mitteilte, dass ich später nach Hause kommen würde, weil ich zuvor die Ausstellung ,Kunst in der Fabrik‘ besuchen würde, stellten sie mir einige Fragen: ,Gehört Kunst nicht ins Museum? Was bauen die da? Ist es da laut?‘“. So Aymans‘ einleitenden Sätze. Was die beteiligten Künstler mit dieser Ausstellung erreicht hätten, treffe genau die Ziele, die sich die Sparkassen-Kunst-Stiftung bei ihrer Gründung gesetzt habe: Interesse an Kunst wecken, Aufmerksamkeit erhalten und Berührungsängste abbauen, um somit vielen Menschen einen Zugang zur Kunst ermöglichen. Mit Blick auf das, was mit dieser Ausstellung durch die Künstler geleistet worden sei, habe sich die Förderung gelohnt, meinte Aymans auch für die weiteren Sponsoren Veolia und Alliander zu sprechen.

„Zeitgenössische Ausstellungen haben oft den Charakter einer Messe oder eines Wettbewerbs. Diese Ausstellung will weder das eine noch das andere“, betonte Ralf Walraff, Stadtmarketingleiter in Eschweiler, bei seiner Laudatio, die er stellvertretend für den verhinderten Aachener Kunstkritiker Stefan Skowron hielt. Die in der Ausstellung gezeigte Kunst – von Beate Bündgen (Holzschnitt / Holzdruck) aus Erkelenz, Ingrid Capozzi (Glaskunst) aus Maastricht/Niederlande, Johannes Donner (Malerei) aus Wegberg, Luisa Donner (Fotografie) aus Mönchengladbach, Marleen Hansen (Malerei) aus Melick/Niederlande, Leo Horbach (Skulpturen) aus Landgraaf/Niederlande, Wilfried Kleiber (Edelstahlobjekte) aus Erkelenz, Birgit Merle (Fotografie) aus Wegberg, Ingrid Pusch (Malerei) aus Erkelenz, Ruth Schulmeyer (Malerei) aus Hückelhoven und Maarten Vaessen (Eisenkunst) aus Kessenich/Belgien – wolle die Welt verbinden.

Nichts, was in der Ausstellung zu sehen sei, sei für die Kunst (als Bereich außerhalb des Alltaglebens) entstanden. Es sei eine Kunst, die sich selbstbestimmt äußere, weil sie das gelebte Leben der Künstler widerspiegele. Kunst entstehe als Reflex, als Mittel des Abgleichs und der Verarbeitung durch den Künstler, der das, was um ihn herum entstehe, kommuniziere. „Hinter dieser Kommunikation – und gerade da – steckt der Grad der Alltagstauglichkeit von Kunst“, betonte Walraff bei seiner Wertung der in der Ausstellung gezeigten Werke.

Der konzeptionelle Ansatz der Fotografin Luisa Donner, deren Fotografie aus dokumentarischer Sicht nicht ohne das Netzwerk (der modernen Medien) denkbar scheine, zeige, wie nah sich Kunst, Kulturgeschichte und Gesellschaftsbild kommen könnten, ging Walraff auf die kritische Haltung der jungen Künstlerin im Kontext des grenzüberschreitenden Mottos der Ausstellung „Unlimited“ ein. „Ausstellungen wie diese hier sind es, die von der Alltagstauglichkeit der Kunst zeugen“, beschloss Walraff seine kurze Ansprache.

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