Kreis Heinsberg - Kunst der öffentlichen Rede stärkt Demokratie

Kunst der öffentlichen Rede stärkt Demokratie

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„Jugend debattiert” ist ihr Thema (v.l.n.r.): Theo Pingen (Berufskolleg Erkelenz), Rüdiger Frohn (Mercator-Stiftung), Guido Rütten (Gymnasium Hückelhoven), Dr. Heiner Wichterich (Ministerium für Schule und Wissenschaft), Thomas Kranz (Betty-Reis-Gesamtschule Wassenberg) und Ewald Wagner (Realschule Heinsberg).

Kreis Heinsberg. „Jugend debattiert” lautet das Motto. In diesen Wochen geht der Wettbewerb in eine neue Runde. Mit fünf Schulen ist der Kreis Heinsberger Schulverbund einer der größten in Nordrhein-Westfalen.

Beteiligt sind das Berufskolleg Erkelenz, die Betty-Reis-Gesamtschule in Wassenberg, die Realschule Heinsberg, das Gymnasium Hückelhoven und das Cornelius-Burgh-Gymnasium Erkelenz.

Für ihr Engagement im Bereich der sprachlichen und rhetorischen Bildung ihrer Schüler erhielten die Vertreter der Schulen im Düsseldorfer Landtag eine Wandtafel und eine Plakette.

Landtagspräsidentin Regina van Dinther und Dr. Heiner Wichterich vom Schulministerium betonten die Bedeutung des Projekts für die Sprach- und Persönlichkeitsbildung der Jugendlichen. Rüdiger Frohn als Vertreter der unterstützenden Mercator-Stiftung verwies darüber hinaus auf die Bedeutung der Redefähigkeit für die Demokratie: „Die Kunst der öffentlichen Rede gehört zur Demokratie.

Sie einzuüben und zu pflegen ist eine der wichtigsten Aufgaben der Schule. Nur wer sich an der politischen Debatte beteiligt, kann zusammen mit anderen Einfluss auf die Entwicklung unserer Gesellschaft ausüben.”

In den fünf Projektschulen wurden die Schüler der Jahrgangsstufen 9 und 11 in den vergangenen Wochen auf den Wettbewerb vorbereitet. Mittlerweile sind im Kreis Heinsberg über 40 Deutschlehrer in die spezielle Vermittlung von Debatte und Argumentation eingeführt worden. Im September fand ein zweitägiges Lehrerseminar in Heinsberg statt, in dem die Lehrer alle Übungen ausprobierten und selbst eine Debatte zu einem aktuellen Thema führen mussten. Dabei erlebten sie am eigenen Leib, wie anstrengend es ist, sich 24 Minuten in Rede und Gegenrede zu bewähren.

Seit 2008 leitet Guido Rütten, Koordinator von „Jugend debattiert” im Kreis Heinsberg, dieses Seminar als Lehrertrainer in ganz Nordrhein-Westfalen. Einen besonderen Reiz des Wettbewerbs sieht er in der Begegnung der Lehrer und Schüler mit den Teilnehmern anderer Schulen aus dem Landes- und Bundesgebiet.

Zunächst jedoch begegnen sich die Sieger der Schulen beim Verbundwettbewerb im Februar. Am 10. und 11. Februar treffen sich die Schüler der Sekundarstufe I und der Sekundarstufe II in Wassenberg und in Hückelhoven zum Wettstreit. Vor einer Lehrerjury wird ein aktuelles Thema debattiert.

Die Juroren bewerten die Schüler in den Kriterien Sachwissen, Gesprächsfähigkeit, Ausdrucksstärke und Überzeugungskraft. Das Schulverbundfinale folgt am 17.Februar in Erkelenz. Wer sich dort am besten präsentiert, qualifiziert sich für den Landeswettbewerb in Oberhausen und gewinnt die Teilnahme an einem dreitägigen Rhetorikseminar mit professionellen Trainern.

Unterstützt wird das Projekt „Jugend debattiert” im Kreis Heinsberg von West Energie und Verkehr sowie Kreissparkasse.

Für 2010 ist aufgrund des großen Interesses eine Erweiterung des Schulverbundes geplant. Dann sollen sich weitere interessierte Schulen bewerben können.
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