Erkelenz - Kulturförderung beginnt schon im Grundschulalter

Kulturförderung beginnt schon im Grundschulalter

Von: hewi
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Freuen sich schon jetzt auf die neue Theater-Starter-Saison: Christoph Stolzenberger, Tanja Wilms, Marianne Lohmer, Helmi Klems und Holger Loogen (v.li.). Foto: Wichlatz

Erkelenz. Mit dem Herbst beginnt auch wieder die Theaterstarter-Saison für Kinder und Jugendliche in der Region. Insgesamt elf Städte aus der Aachener Region nehmen an dem Theaterangebot für Kinder und Jugendliche teil. Aus dem Kreis sind neben Erkelenz auch Hückelhoven, Heinsberg und Geilenkirchen dabei.

Das Projekt im Rahmen der regionalen Kulturförderung steht heute unter der Leitung des Vereins „Kultur im Westen” und hat ein Gesamtvolumen von 182.000 Euro, davon sind 113.000 Euro Landesmittel.

Drei Landräte Schirmherren

Die Schirmherrschaft haben die drei Landräte der Kreise Düren, Jülich und Heinsberg sowie der Regionsrat der Städteregion Aachen übernommen. Landrat Stephan Pusch bezeichnete in seinem Grußwort im Programmheft Theater als „eine der ältesten Kulturformen”, die einen positiven Einfluss auf die jungen Zuschauer habe.

Angeboten wird eine Vielzahl verschiedener Theaterformen für die verschiedenen Altersgruppen von zwei bis 18 Jahren, wie Projektleiterin Marianne Lohmer bei der Vorstellung des aktuellen Programms in der Erkelenzer Stadthalle betonte.

Das reicht von Schattentheater und Musiktheater bis zu einem Theaterangebot für die kleinsten Besucher. Dabei sollen die Stücke nicht nur unterhalten, sondern auch durchaus zum kritischen Denken anregen.

So beschäftigt sich das Stück „Kohlhaas” mit Amokläufern und den Ursachen, die dazu führen. Es richtet sich an Zuschauer ab 14 Jahren. Das Besondere an „Kohlhaas” ist auch, dass das Stück nicht im Theater, sondern in den Schulen aufgeführt wird, in denen der „Amokläufer” die Klassen aufsucht.

Begleitend gibt es theaterpädagogisches Begleitmaterial, in dem die Jugendlichen über das Thema und seine Ursachen aufgeklärt werden. In Hückelhoven wird „Kohlhaas” im Gymnasium aufgeführt.

Sprengung des Stadtbudgets

Heinsberg ist seit zwei Jahren im Netzwerk der Theaterstarter. Die dortige Koordinatorin Helmi Klems bezeichnete die Teilnahme als gute Entscheidung. Die dichte Vernetzung mit anderen Städten mache die Realisierung des Programms erst möglich. Das sieht Holger Loogen aus Hückelhoven genauso.

Denn die zehn in Hückelhoven angebotenen Termine würden das Budget der Stadt sprengen. Seit acht Jahren ist die Stadt Geilenkirchen dabei. Dort sind nach Aussage von Tanja Wilms alle fünf Veranstaltungen bereits so gut wie ausverkauft. Erkelenz beteiligt sich seit der Gründung der Kultur GmbH vor drei Jahren.

Deren Geschäftsführer Christoph Stolzenberger betonte, dass Kindertheater auch immer Subventionstheater sei. „Jedes Kind soll Theater besuchen und erleben können”, lautet sein Credo. Bei der Auswahl der Stücke sind die Verantwortlichen wählerisch. Aus über 90 Stücken wurde das Angebot der aktuellen Spielzeit ausgewählt. Dabei wird darauf geachtet, dass immer neue Stücke präsentiert werden.

„Als Zeichen in die Region hinein” wurde der Auftakt mit dem Stück „Die Olchis räumen auf” in der Stadthalle vor rund 600 Grundschülern aus den teilnehmenden Städten gegeben. Dabei war der Theaterbesuch für die Kinder kostenlos. Die Eintrittspreise variieren je nach Altersgruppe zwischen 3,50 und 5,50 Euro.
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