KSB: Zusammenarbeit bietet Klubs und Kitas Chancen

Von: defi
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Die Talkrunde zur Eröffnung d
Die Talkrunde zur Eröffnung der Fachtagung: Moderator und Regionalredakteur Dieter Schuhmachers (2. v. l.) im Gespräch mit dem Kreissportbund-Vorsitzenden Ronnie Goertz, der KSB-Fachkraft Anouk Laddach (l.) und der Referentin vom Landessportbund, Angela Buchwald-Röser.

Kreis Heinsberg. Sechs Kindergärten im Kreis sind bereits zertifiziert als „Anerkannter Bewegungskindergarten” und kooperieren in diesem Rahmen mit Sportvereinen.

Welche Chancen sich aus einer Zusammenarbeit - ob im Zuge einer solchen Zertifizierung oder in anderer Form - ergeben, wollte der Kreissportbund Heinsberg bei seiner Fachtagung „Sportvereine kooperieren mit Kindertagesstätten” im Kreishaus deutlich machen.

„NRW bewegt seine Kinder” heißt das Landesprogramm, das auch dem KSB Heinsberg eine Fachkraft „beschert” hat. Anouk Laddach hat bereits einiges in Sachen Kinder und Sport bewegen können. Ronnie Goertz, Vorsitzender des Kreissportbundes: „Die Arbeit ist klasse angelaufen.” Der KSB sehe sich als Mittler zwischen Schulen und Kindergärten einerseits und Sportvereinen auf der anderen Seite. Dieter Schuhmachers, Regionalredakteur des Zeitungsverlages Aachen für den Kreis Heinsberg, moderierte die Veranstaltung, die wie schon die erste Fachtagung „Sportvereine kooperieren mit dem Ganztag” im März auf großes Interesse stieß.

Beim Eröffnungstalk machte Goertz aber auch deutlich, dass der Appell, mit Kitas und Schulen zu kooperieren, sicherlich noch nicht bei allen Sportvereinen angekommen sei, obwohl es sich bei der Kooperation um eine klassische Win-win-Situation handele, die auch den Sportvereinen neue Perspektiven erschließe. Angela Buchwald-Röser, Referentin für Kindertagesstätten beim Landessportbund NRW, betonte, dass „NRW bewegt seine Kinder” sowohl sportpolitische als auch gesellschaftspolitische Ziele verfolge und „alle Kinder mitnehmen möchte”.

Übungsleiter-Börse im Internet

Referent Lars Abelshausen vom Lehrteam des Qualifizierungszentrums Regio West stellte heraus, wie wichtig Bewegung und Gesundheit im Hinblick auf lebenslanges Lernen sei. Anouk Laddach berichtete von ihrer Arbeit als Fachkraft für „NRW bewegt seine Kinder”. Eine ganz aktuelle Info: Auf der Homepage des Kreissportbundes unter www.ksb-heinsberg.de wird eine Übungsleiterbörse eingerichtet. Übungsleiter haben dort die Möglichkeit, Arbeitszeiten und Fähigkeiten anzubieten. Sportvereine, Kindergärten und Schulen können auf der Internetseite ihren Bedarf kundtun.

Zwei kooperierende Partner kamen bei einer Talkrunde zu Wort. Heinz Wynen von der DJK Wassenberg, die mit der AWO-Kita Wassenberg kooperiert, sagte: „Wir waren zunächst sehr skeptisch.” Doch schließlich habe man sich für die Kooperation entschieden. Wichtig sei, wie man sich gegenseitig helfen könne. Wynen: „Heute sagen die Kinder nach der Schule: ,Komm, wir gehen zur DJK.” Monika Krumrey von der AWO-Kita bestätigte: „Wir sind auf einem guten Weg.” Angela Buchwald-Röser vom LSB freute sich, dies zu hören, gäbe es doch manche Kooperationen auch nur auf dem Papier. „Das ist immer von den Menschen vor Ort abhängig.” Dr. Karl-Heinz Feldhoff, der Leiter des Kreisgesundheitsamtes, unterstrich die Notwendigkeit zum Handeln mit Zahlen: Im Kreis wiesen 19 Prozent der Kinder Koordi­nations- und Bewegungsstörungen auf, zwölf Prozent seien übergewichtig. Peter von der Forst, stellvertretender Regionaldirektor der AOK, stellte das Starke-Kids-Netzwerk und den Starke-Kids-Förderpreis vor, bei dem Projekte zur Gesundheit von Kindern mit Geldpreisen belohnt werden.

Nachdem Angela Buchwald-Röser die LSB-Konzeption für den „Anerkannten Bewegungskindergarten” vorgestellt hatte, machten Helga Heuter-Heitzer und Claudia Rothert von der Kindervilla Brachelen - auch mit vielen Bildern - deutlich, wie ein solches Vorhaben mit viel Engagement, viel Spaß und viel Erfolg umgesetzt werden kann. Die Kindervilla kooperiert mit DJK und SV Brachelen. Kooperationsmöglichkeiten in verschiedenen anderen Sportarten zeigten die Fachkräfte Mirjam Schmidt vom Westdeutschen Tischtennis-Verband, Christiana Hueck vom Badminton-Landesverband Nordrhein-Westfalen und Nicole Hafner vom Nordrhein-Westfälischen Judo-Verband auf.

Anouk Laddach ist die Fachkraft des KSB

Die Ansprechpartnerin sowohl für Sportvereine auf der einen Seite als auch für Kindertagesstätten oder Schulen auf der anderen Seite, die Interesse an einer Kooperation haben, ist Anouk Laddach, die Fachkraft des Kreissportbundes Heinsberg für das Programm „NRW bewegt seine Kinder”.

Kontakt: Kreissportbund Heinsberg, Stapper Straße 36, 52525 Heinsberg, 02452/904005 oder 0177/2433208, E-Mail-Adresse: anouk.laddach@ksb-heinsberg.de.

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