Kritische Töne bei der Senioren-Union

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Nach der Wahl des neuen Vorstands der Senioren-Union: Willi Paffen, Hans-Josef Peters, Dr. Gerd Hachen, Emmi Hülser, Nobert Reyans, Winand Ruland, Bernd Krückel und Ulrich Jers (v.l.n.r.). Foto: Petra Wolters

Kreis Heinsberg. Winand Ruland aus Übach-Palenberg ist auch weiterhin Vorsitzender der Senioren-Union im CDU-Kreisverband Heinsberg. Bei einer Enthaltung konnte er 40 von 41 Stimmen bei der Wahl anlässlich der Mitgliederversammlung auf sich vereinigen.

Ebenfalls mit großer Mehrheit wurden Ulrich Jers aus Heinsberg (38 Stimmen) und Emmi Hülser aus Erkelenz (36 Stimmen) als stellvertretende Vorsitzende in ihren Ämtern bestätigt. Über ein 100-Prozent-Ergebnis freute sich schließlich Geschäftsführer Hans-Josef Peters aus Heinsberg, der die Zustimmung aller 41 stimmberechtigten Mitglieder erhielt. Beisitzer im Vorstand sind Willy Bomanns, Elfriede Fleischhauer, Gerd Kleinen, Ria Köhler, Helmut Merkelbach, Anton Nießen, Lothar Otto, Heinz-Gerd Schüren, Hermann Steufmehl und Ingrid Theissen.

Als Gäste der Versammlung hatte Ruland zuvor den stellvertretenden Landrat Willi Paffen begrüßt, der zugleich als Versammlungsleiter agierte, darüber hinaus die beiden CDU-Landtagsabgeordneten Dr.Gerd Hachen und Bernd Krückel, Norbert Reyans als CDU-Fraktionsvorsitzenden im Kreistag sowie den Vorsitzenden des Aachener Bezirksverbandes der Senioren-Union, Norbert Gönnewicht.

In seinem Bericht hatte Kreisvorsitzender Ruland beklagt, dass das Ziel, den Stellenwert der Senioren-Union innerhalb der Mutterpartei zu erhöhen, in den vergangenen Jahren nicht erreicht worden sei. „Genau das Gegenteil”, so Ruland. „Die Abgänge aus finanziellen oder politischen Gründen, aber leider auch durch eine enorme Anzahl von jahrelang treuen Mitgliedern, die nicht mehr unter uns weilen, hat drastisch zugenommen.” Gerade in puncto Mitgliederwerbung fehle es auch an Unterstützung durch die Mutterpartei.

Es gebe „auch heute noch Stadt- und Gemeindeverbände, die es nicht gerne sehen, wenn sich eine Senioren-Union gründen will”, betonte Ruland. Eine enorme Zahl von Kreis-, Stadt- und Gemeindevertretern könne zwar vom Lebensalter her durchaus der Senioren-Union beitreten, würde dies jedoch aus Eitelkeit oder aus Angst vor der eigenen Position in der Mutterpartei nicht tun.

Nach den jüngsten Kommunalwahlen habe die Senioren-Union alle Mandatsträger im Kreis, die das 60. Lebensjahr vollendet haben, angeschrieben zwecks Mitgliedschaft in der Senioren-Union. „Obwohl keine zusätzlichen finanziellen Belastungen auf diese Leute zugekommen wären, hat sich nur knapp eine Handvoll Leute dazu entschlossen, Mitglied bei uns zu werden.”

Mit Blick vor allem auf die Rentenpolitik bemerkte Ruland abschließend: „2009 habe ich gesagt, die Bundespartei betreibt eine Anti-Senioren-Politik, und dieser Satz gilt auch heute noch. Was diese Bundesregierung den Seniorinnen und Senioren zumutet, ist fast nicht mehr zumutbar.”
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