Kritik der Grünen an Albert Deß und an der Kreissparkasse

Von: disch
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Kreis Heinsberg. „Mit seiner Aussage beim Landwirtschaftsabend der Kreissparkasse Heinsberg, der Klimawandel sei für ihn die größte Volksverdummung seit Jahrzehnten, stellt sich Deß selbst ins Abseits und reiht sich damit ein bei Donald Trump und Co.“, erklärte Maria Meurer, Fraktionsvorsitzende der Grünen Kreistagsfraktion, am Mittwoch.

„Der CSU-Abgeordnete leugnet wissenschaftliche Tatsachen und stellt Wettervergleiche mit dem Mittelalter her. In diese Zeit gehört er scheinbar auch. Statt sich in frühere Zeiten zurückzuversetzen, sollte die Landwirtschaft lieber nach vorne schauen, um sich auf die steigenden Temperaturen einzustellen,“ so Meurer weiter.

Die Kreistagsfraktion von Bündnis 90 / Die Grünen übte auch Kritik an der Kreissparkasse Heinsberg. Sie habe den Europaparlamentarier Albert Deß eingeladen und diese Veranstaltung finanziert. Der Vorstand der Kreissparkasse könnte nach Ansicht der Grünen die Referentinnen und Referenten für seine durchaus sinnvollen und wichtigen Veranstaltungen mit mehr Bedacht auswählen.

Fraktionsvorsitzende Maria Meurer weiter: „Unterschiedliche Meinungen sollen durchaus geäußert und diskutiert werden. Aber solchen offensichtlich reaktionären Ansichten sollte man nirgends ein Forum bieten. Zurück ins Mittelalter will hoffentlich bei der Kreissparkasse auch niemand.“

„Mit regelmäßigen Vortragsveranstaltungen bietet die Kreissparkasse Heinsberg eine Plattform für einen Meinungsaustausch zu verschiedenen Themen“, erklärte am Mittwoch auf Nachfrage der Vorstandsvorsitzende der Kreissparkasse Heinsberg, Thomas Pennartz. „In diesen Foren sollen unterschiedliche Meinungen, wie Frau Meurer auch betont, frei geäußert und anschließend diskutiert werden können.“

Dabei würden die Vorträge keineswegs die Meinung der Kreissparkasse Heinsberg widerspiegeln, so der Sparkassendirektor weiter. Dies gelte sowohl für die Aussagen von Albert Deß als auch für die von Franz Alt, der in einer Gesprächsreihe zum Thema Energie vor wenigen Jahren ausdrücklich vor den Folgen des Klimawandels gewarnt und zu Änderungen von Verhaltensweisen aufgefordert habe. „Eine Selektion der Meinungen von Menschen, die auf dem Boden der demokratischen Verfasstheit unserer Gesellschaft stehen, nehmen wir bewusst nicht vor“, so Pennartz.

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