Kritik an Filial-Plänen der Sparkasse

Von: disch
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Kritisiert Pläne der Kreissparkasse für den Übach-Palenberger Stadtteil Frelenberg: Ratsherr Fred Fröschen. Foto: Markus Bienwald

Kreis Heinsberg. Im Vorfeld eines Pressegesprächs, bei dem die Kreissparkasse Heinsberg in der kommenden Woche über ihre Neuaufstellung im Filialgeschäft informieren will, hat sich der Übach-Palenberger CDU-Ratsherr Fred Fröschen aus Frelenberg kritisch zu Wort gemeldet.

Nach seinen Informationen – er beruft sich auf ein Gespräch im Übach-Palenberger Rathaus mit dem KSK-Vorstandsvorsitzenden Thomas Pennartz und dem KSK-Filialdirektor Armin Pennartz – sind von den sechs Filialen im Übach-Palenberger Stadtgebiet zwei betroffen, die „mehr oder weniger geschlossen“ würden. In Scherpenseel solle die Filiale an zwei Tagen in der Woche geöffnet bleiben. Frelenberg solle komplett zu einer SB-Filiale umgebaut worden.

Fröschen verweist auf die Zahl von mehr als 3000 Einwohnern in Frelenberg. Da wäre es aus seiner Sicht „sehr unsozial, wenn man nicht an die älteren und nicht so flexiblen Menschen denken würde“. Auch ein angekündigter Bringdienst könnte – so seine Befürchtung – eher „ein Trostpflaster für eine gewisse Zeit“ sein; zudem könne eine solche Einrichtung Gefahren mit sich bringen, wenn Kriminelle sich als Bringdienst ausgeben würden.

„Die Sparkasse ist keine Aktiengesellschaft, bei der Aktionäre Geld sehen wollen“, so Fröschen weiter, „sondern eine Sparkasse des Kreises Heinsberg und der Stadt Erkelenz.“ Fröschen sagte, er erkenne an, dass sich die Kreissparkasse spendabel gegenüber den Kommunen zeige. „Das sollte aber nicht auf Kosten der Schwächeren sein.“

Fröschens konkrete Forderung lautet: Wie in Scherpenseel – wo die Sparkasse möglicherweise Rücksicht nehme wegen der Konkurrenzsituation mit der Volksbank vor Ort – sollte die Filiale in Frelenberg zumindest an zwei Tagen in der Woche geöffnet bleiben. „Da könnte ich vielleicht mit leben.“ Eine komplette Umwandlung in eine SB-Filiale „wäre ein Schlag ins Gesicht für die Sparkassenkunden in Frelenberg“.

Der Vorstandsvorsitzende der Kreissparkasse, Thomas Pennartz, erklärte am Mittwoch auf Anfrage: „Wir haben uns sehr intensiv mit einem Gesamtkonzept beschäftigt, um eine bessere Erreichbarkeit der Sparkasse für alle Kunden zu gewährleisten. Und dieses Gesamtkonzept, das auch Veränderungen im Filialnetz unter Beibehaltung aller Standorte beinhaltet, werden wir am 1. Dezember der Öffentlichkeit vorstellen.“

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