Kritik am „enormen Wachstum”

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schweinfo
Referenten beim „Heinsberger Schweinetag” mit Kreistierzuchtberater Franz-Josef Jaeger (links) und Hans-Josef Bürsgens, Vorsitzender des Vereins zur Förderung der Schweineproduktion (3.v.l.). Foto: Petra Wolters

Kreis Heinsberg. Über guten Besuch beim diesjährigen „Heinsberger Schweinetag” in der Oberbrucher Festhalle freuten sich Kreistierzuchtberater Franz-Josef Jaeger und Hans-Josef Bürsgens, Vorsitzender des Vereins zur Förderung der Schweineproduktion für den Kreis Heinsberg. Rund 80 Teilnehmer waren der Einladung zur Veranstaltung gefolgt.

In 184 Betrieben würden derzeit 46.873 Schweine gehalten, hatte Jaeger während der Mitgliederversammlung in seinem Geschäftsbericht erklärt. Im vergangenen Jahr waren es noch 47.050 Tiere in 195 Betrieben. 42 Betriebe sind Mitglied im Verein zur Förderung der Schweineproduktion. Bei den Neuwahlen von Vorstandsmitgliedern wurden Fred Gossen aus Heinsberg-Aphoven, Rudolf Hilgers aus Heinsberg-Eschweiler und Achim Röhlen aus Erkelenz-Genhof wiedergewählt.

„Liegt unsere Zukunft im Wachstum?”, fragte im ersten Vortrag Franz-Josef Budde, Chefredakteur des Landwirtschaftlichen Wochenblatts Westfalen-Lippe. Ein Betrieb könne überall hin wachsen, aber wenn er über die Größe eines Familienbetriebes hinauswachse, bekomme er ein Problem, warnte er gleich zu Beginn.

Dann warf einen Blick auf 100 Jahre Agrarentwicklung. So habe 1900 die durchschnittliche Betriebsgröße noch bei fünf Hektar gelegen, mit vier Kühen, sieben Mastschweinen und fünf Sauen. Hochgerechnet seien es in diesem Jahr im Vergleich 55 Hektar mit 45 Kühen, 220 Mastschweinen und 100 Sauen.

Hätten damals noch 38 Prozent der Menschen in der Landwirtschaft gearbeitet seien es heute noch zwei Prozent. Vor 100 Jahren hätte ein Landwirt vier Menschen ernährt, heute seien es 150. „Wir müssen aufpassen, dass wir nicht in eine Entwicklung geraten, die nachteilig für uns ist”, warf er auch einen kritischen Blick auf dieses „enorme Wachstum”.
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