Krise zum Trotz die Bilanzsumme erneut gesteigert

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Erkelenz. Zum ersten Mal hat die Vertreterversammlung der Mitglieder der Raiffeisenbank Erkelenz in der neuen Stadthalle stattgefunden. Nicht wenige kamen auch aus Neugier, hatten sie die Halle im neuen Gewand doch noch nie von innen gesehen.

Neben den 191 Teilnehmern begrüßte die Aussichtsratsvorsitzende Angela Peschen auch zahlreiche Ehrengäste und die Mitarbeiter des Instituts. Vorstandsmitglied Walter Steinbusch konstatierte in seinem Bericht: „Mehr Einlagen, mehr Kredite, mehr Mitglieder!” und war mit dem Ergebnis des Jahres 2008 zufrieden. „Partnerschaft, Nähe, Stabilität und Verlässlichkeit haben sich für die Mitglieder positiv ausgewirkt” meinte er in der Rückschau - musste aber einräumen, dass mit Rückblick auf 2007, einen Jahr, das Freude gemacht habe, die Jubelstimmung nun verflogen sei.

Er erinnerte an die Bankenkrise, an die Strukturbereinigung ohne Beispiel in den USA und hielt dem das Erfolgsrezept der genossenschaftlichen Ausrichtung entgegen. „Die Raiffeisenbank Erkelenz ist mittelständig organisiert, und so denken wir auch” war sein Fazit. 7841 Mitglieder, 20.113 Kundenkonten in 1095 Depots seien deutlich, das gesamte Kundenanlagevolumen inklusive der Guthaben bei Verbundpartnern stieg auf 291,2 Millionen Euro.

Bei den Krediten, so Steinbusch, waren dem Mittelstand, den Häuslebauern und Immobilienkäufern Sicherheit und Verlässlichkeit wichtig. Deshalb stiegen die Forderungen an Kunden um 4,6 Prozent auf 145,9 Millionen Euro. Alles in allem wuchs die Bilanzsumme um 3,8 Prozent auf 250,5 Millionen Euro. Die Arbeit wurde von 91 Mitarbeitern und vier Auszubildenden geleistet, die 158 Seminartage und 178 Schultage absolvierten.

Um weiterhin die Nähe zu den Kunden zu halten, wurde in Kückhoven eine Geschäftsstelle errichtet, die auch zur Begleitung der von der Umsiedlung Garzweiler II betroffenen Kunden und Mitglieder dient. Der Jahresüberschuss sank nach den Ausführungen von Steinbusch auf 253.000 Euro. Aus dem Bilanzgewinn, so hatten die Gremien vorgeschlagen, soll eine Dividende von 3,5 Prozent gezahlt, 110.000 Euro in die Rücklage gegeben werden. Als Vorstandsmitglied Bruno Kasper dann die entsprechenden Zahlen nannte, wollte ein Mitglied die Dividende wie bisher bei fünf Prozent erhalten wissen. Der Versammlung wurde dann aber vorgerechnet, dass eine solche Höhe in diesem Jahr nicht möglich sei.

Gegen zwei Stimmen wurde die Gewinnverwendung dann genehmigt. Schließlich erhielten auch Otmar Doveren aus Otzenrath und Dr. Hans-Gerhard Kamerichs aus Mönchengladbach-Beckrath, die turnusmäßig aus dem Aufsichtsrat ausscheiden mussten, erneut das Votum der Versammlungsteilnehmer für die kommenden Jahre. Den Abschluss der Veranstaltung gestaltete Michael Martin mit einem Lichtbildvortrag über „Die Wüsten der Erde”.
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