Heinsberg - Krieg kann niemals eine Lösung sein: Ausstellung im Kreisgymnasium

Krieg kann niemals eine Lösung sein: Ausstellung im Kreisgymnasium

Von: defi
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Die Ausstellung „Was heißt h
Die Ausstellung „Was heißt hier Frieden?” wurde im Kreisgymnasium eröffnet, ergänzt um das Triptychon von Michel Saran. Foto: defi

Heinsberg. Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge (VDK) hat nicht nur 2,4 Millionen gefallene Soldaten soweit möglich identifiziert, würdig begraben und pflegt in 45 Ländern 824 Kriegsgräberstätten, sondern leistet darüber hinaus mit seinen Aktivitäten einen großen Beitrag zur Friedensarbeit.

Ein Teil dieser Friedensarbeit ist dank der Zusammenarbeit von Kreis und Stadt Heinsberg noch bis zum 16. Mai im kleinen PZ des Kreis-gymnasiums Heinsberg zu sehen und zwar die vom VDK konzipierte Schulausstellung „Was heißt hier Frieden?”.

Auf Initiative von Josef Nießen, Dezernent beim Kreis Heinsberg und Kreisgeschäftsführer des VDK, und dank des großen Interesse von Schulleiterin Annegret Krewald konnte diese Ausstellung nach Heinsberg geholt werden.

Nicht nur die Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums, sondern auch Klassen der UNESCO-Realschule und der Gemeinschaftshauptschule werden sich intensiv mit dem Thema Krieg und Frieden auseinandersetzen können.

Zur Eröffnung der Ausstellung hatten sich Vertreter der Schulen sowie der Stadt Heinsberg und des Kreises Heinsberg, unter ihnen auch Kreisdirektor Peter Deckers und Martin Gadow, Bezirksgeschäftsführer des VDK, am Ehrenmal nahe des Kreisgymnasiums eingefunden. Die Schüler der Klasse 6c, Tim Schranz, Nils Storms, Anna-Lena Weiss und Sarah Klinkenberg, trugen „Die Fabel von der Schneeflocke” vor. Weitere Schülervorträge steuerten Lisa Klinkenberg, Britta Erdweg und Christina Gronemann zur Eröffnungsfeier bei.

Der Ortsverbandsgeschäftsführer des VDK, Wolfgang Paulus, Leiter des Ordnungs- und Sozialamtes der Stadt Heinsberg, hielt die Eröffnungsrede. „Ich hätte vor etwa 18 Jahren niemals daran gedacht, dass im europäischen Raum nach dem 2. Weltkrieg ein weiteres Kriegsgeschehen ausbrechen würde”, sagte Paulus hinsichtlich der ethnischen und politischen Konflikte im Balkan, die zu einem Krieg geführt hätten, dessen Folgen durch die Aufnahme von 330.000 Flüchtlingen auch in Deutschland zu spüren gewesen seien.

Paulus: „Ihr, die Schüler der nächsten Generation, werdet mit anderen Bedrohungen zu rechnen haben. Lasst die Bild- und Textdokumente der Ausstellung auf Euch wirken. Wenn ihr dann das Bewusstsein erlangt, Krieg ist keine Lösung und wird niemals eine Lösung in der Auseinandersetzung von Konflikten sein, dann ist das Ziel dieser Ausstellung erreicht.”

Die Initiatoren von „Was heißt hier Frieden?” führen auf 48 Tafeln Schülern vor Augen, dass Frieden, Freiheit und Demokratie in Gefahr sind, wenn politisches Desinteresse, Gewaltbereitschaft und Anfälligkeit für radikales, fremdenfeindliches Gedankengut zunehmen. Stefanie Laumen, Geschichtslehrerin am Kreisgymnasium, sieht dank der Ausstellung „Was Heißt Frieden?” die Möglichkeit, Lern- und Arbeitsprozesse im Unterricht fortzuführen, die seit der Ausstellung „Zug der Erinnerung” in den Köpfen der Kinder präsent sind.

Ihren Abschluss findet die Ausstellung im Kreisgymnasium am 16. Mai mit der „Aktion Rote Hand”. Diese Initiative basiert auf dem Protokoll zur UN-Kinderrechtskonvention, dass den Einsatz von Kindersoldaten verbietet. Mit der Abgabe ihres Handabdrucks in roter Fingerfarbe und einer persönlichen Botschaft werden Schüler bei der „Aktion Rote Hand” ihren Protest gegen den Missbrauch von Kindern als Soldaten dokumentieren.

Schulleiterin Annegret Krehwald freute sich besonders, dass nun auch das Triptychon des Malers Michel Saran, das der Förderverein der Schule einst in Auftrag gegeben hatte und das ebenfalls den Krieg thematisiert, nun auch im kleinen PZ seinen Platz gefunden hat.
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