Kreuzigungsgruppe auf dem Schwanderberg mit Farbe beschmiert

Von: anna
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Die über fünf Meter hohe Kre
Die über fünf Meter hohe Kreuzigungsgruppe sollte am 17. September nach ihrer Restaurierung wieder eingesegnet werden. Foto: Thomas

Wassenberg-Myhl. „Es ist erschreckend!” Sabine Cremer-Deklerk ringt nach Worten, um das zu beschreiben, was sie vor Augen hat.

Erst vor einer Woche hatten sich die Geschäftsführerin des Fördervereins „Kirche und Kindergarten Myhl” und Vorsitzender Diethard Zohren über den zügigen Fortschritt der Renovierungsarbeiten an der mehr als fünf Meter hohen Kreuzigungsgruppe auf dem Myhler Schwanderberg informiert. Davon ist jetzt nicht viel geblieben, denn am vergangenen Wochenende haben Vandalen die Anlage mit schwarzer Sprühfarbe verunstaltet.

Der Sockel des imposanten Sandstein-Kunstwerks, das aus dem Ende des 19. Jahrhunderts stammt, ist vorne mit den Schriftzeichen „Five” und „ACAB” besprüht, hinten mit den Versalien „SEP”. Ganz schlimm hat es die drei Figuren von Jesus, Maria und Johannes getroffen. Bei Maria und Johannes wurden die Gesichter und die Oberkörper geschwärzt, bei Jesus die Beine.

Passiert sein muss das Ganze am vergangenen Sonntagabend um 21.30 Uhr, weil zu dieser Zeit von Anwohnern Stimmen auf dem Schwanderberg gehört worden seien, wie Cremer-Deklerk berichtet. Und sie weiß auch, dass dieser Vandalismus derzeit kein Einzelfall in Myhl ist. Ebenfalls in der vergangenen Woche sei das Garagentor eines Vereinsmitglieds ähnlich verunstaltet worden.

Hans-Georg Fabry, den Stukkateur und Restaurator aus Porselen, der vor zwei Monaten mit den Arbeiten an dem ersten größeren Projekt des neuen Fördervereins für die Myhler Gemeinde St. Johannes begonnen hat, konnte die Geschäftsführerin bisher noch nicht erreichen. „Frage ist ja, ob die Farbe überhaupt wieder beseitigt werden kann”, erklärt sie. Und die Zeit drängt. „Wir wollten hier am kommenden Wochenende mit den Grünschnitt-Arbeiten beginnen”.

Am 17. September sollte die Kreuzigungsgruppe eigentlich wieder eingesegnet werden. Aber jetzt ist die bisherige wertvolle Arbeit des Restaurators erst einmal dahin. Die Polizei befasst sich mit dem Vorfall und bittet alle, die sachdienliche Hinweise zu Personen geben können, die Kürzel verwenden, wie sie auf dem Kunstwerk verwendet wurden oder auch zu Personen, die sich am vergangenen Sonntagabend im Bereich des Tatorts aufgehalten haben, sich beim Regionalkommissariat in Hückelhoven zu melden unter Tel. 02433/9900.
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