Kreistag: Zufriedenheit überwiegt bei den kleineren Fraktionen

Von: disch
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Kreis Heinsberg. Mit 9,3 Prozent der Stimmen für ihre Person ist die Landratskandidatin der Grünen, Maria Meurer, zufrieden gewesen. „Für mich persönlich ist das sehr erfreulich”, sagte sie am Montag.

Vor fünf Jahren hatte sie 8,3 Prozent erzielt. Zu dem deutlichen Zuwachs für den christdemokratischen Amtsinhaber Stephan Pusch sagte sie: „Er hat sich alle Mühe gegeben, bekannt zu werden.” Aber sie räumte auch ein, dass Pusch „keine ganz schlechte Arbeit geleistet” habe.

Bei der Kreistagswahl landeten die Grünen am Sonntag bei 9,7 Prozent - ein Plus von 0,7Punkten. Sie errangen damit erneut fünf Sitze. „Da hätte ich mir etwas mehr gewünscht”, zeigte sich die Fraktionsvorsitzende „leicht enttäuscht”, zumal sich das leichte Plus nicht in mehr Sitzen ausgewirkt habe. „Die CDU hat in meinen Augen nicht genug verloren...”

Felix Becker, der Kreisvorsitzende der FDP, sprach angesichts von 7,4 Prozent für den Landratskandidaten Dirk Aldenhoff von einem „guten Ergebnis für einen Neuling”, der sich einen Bekanntheitsgrad erst noch verschaffen müsse. Und Becker freute sich, dass die Liberalen - trotz der Querelen in den vergangenen Jahren - bei der Kreistagswahl um 0,2 Punkte auf 9,0 Prozent zugelegt und erneut fünf Sitze errungen habe. „Die Querelen waren unvermeidbar”, so Becker, auch wenn Querelen immer schädlich seien mit Blick auf Wahlergebnisse. Und er spekulierte, dass die FDP ohne Querelen vielleicht die absolute Mehrheit der CDU im Kreistag hätte brechen können. Mit einer sehr geschlossenen, motivierten Mannschaft werde die FDP in der Kreispolitik jetzt auf jeden Fall einen „Neustart” machen, so Becker.

Walter Leo Schreinemacher, die Nummer eins der UB-UWG, sagte am Montag zu 4,7 Prozent und zwei Sitzen für die Wählergemeinschaft: „Wir sind froh, dass wir in Fraktionsstärke in den neuen Kreistag einziehen.” Auch wenn sich die UB-UWG einen Sitz mehr gewünscht hätte. Mit einer kleinen Mannschaft wolle die UB-UWG, die nach einer Abspaltung aus der FDP-Fraktion bereits dem aktuellen Kreistag angehört, weiter „bürgerliche Politik” machen.

Dieter Meurer, führender Kopf auf der Kreistagsreserveliste der Linken, bewertete die 3,5 Prozent und zwei Sitze für seine Partei mit den Worten: „Dies ist aus dem Stand heraus ein gutes Ergebnis. Wir haben das erreicht, was wir erreichen wollten: Fraktionsstärke.” Auch wenn man natürlich immer mehr Sitze erhoffe.
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