Kreissportbund: Klare Mehrheit für den Vorsitzenden

Von: disch
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Wiedergewählt als Vorsitzender des Kreissportbundes Heinsberg: Ronnie Goertz. Foto: agsb

Kreis Heinsberg. Die Spitzen von Kreissportbund und Sportjugend sind bei den mit Spannung erwarteten Versammlungen am Montagabend im Effelder Bürgerhaus in ihren Ämtern bestätigt worden. Für Ronnie Goertz, den Vorsitzenden des KSB, gab es bei der Mitgliederversammlung eine klare Mehrheit.

Es wurden - bei 119 registrierten Stimmen - elf Nein und zwei Enthaltungen gezählt. Beim Jugendtag war zuvor der Vorsitzende der Sportjugend, Roman Schmitz, mit 45 Ja bei sechs Nein und elf Enthaltungen wiedergewählt worden.

„Streit sorgt für Turbulenzen beim Kreissportbund” lautete in der vergangenen Woche eine Schlagzeile, nachdem der KSB-Vorstand die Zusammenarbeit mit dem Ehrenvorsitzenden Willi Engels für beendet erklärt hatte. Engels attackierte in Effeld die Führung von KSB und Sportjugend: „Ich muss mich melden, weil sich mir in letzter Zeit der Magen umdreht.”

Engels sprach die Trennung von einem ehrenamtlich und hauptamtlich für die Sportjugend tätigen Mitarbeiter an, der „hintergangen, betrogen und belogen” worden sei. Bei Gruppenhelferkursen seien Referenten eingesetzt worden, denen die Anerkennung durch den Landessportbund fehle, berief er sich auf LSB-Informationen. Deshalb seien Ausbildungen nicht gültig. Die jugendlichen Teilnehmer seien ebenso betrogen worden wie deren Vereine. Betrogen worden seien letztlich auch die Sportjugend NRW und der Kreis Heinsberg als Zuschussgeber.

Die Vorwürfe wurden zurückgewiesen. KSB-Vorsitzender Ronnie Goertz erklärte, eine weitere Zusammenarbeit mit dem betreffenden Mitarbeiter sei für die Vorstände von KSB und Sportjugend nicht mehr vorstellbar gewesen. Brigitte Seiler, die Beauftragte für Qualifizierung, betonte, die Referenten seien zur Ausbildung befugt. Den Ehrenvorsitzenden erinnerte sie daran, er sei mehrfach gebeten worden, „dass du dich endlich raushalten sollst”.

Es gab viele Wortmeldungen. Da war von traurigen Debatten und Peinlichkeiten die Rede, aber auch von Stasi-Methoden. Petra Hanßen, die Sportbeauftragte des Kreises, bezeichnete es als „bedenklich”, wenn so mit einem Ehrenvorsitzenden umgegangen werde, egal, was vorgefallen sei. Goertz sagte, es gebe Gründe, nannte sie aber nicht. Wolfgang Gisbertz als Sprecher der Konferenz der Stadtsportverbände, brachte die Stimmungslage auf den Punkt: „Wir wollen Ruhe haben im Kreissportbund.”

Am Ende gab es klare Resultate: Bei einer Gegenstimme und drei Enthaltungen wurde der Vorstand der Sportjugend ebenso entlastet wie später einstimmig (bei zwei Enthaltungen) der Vorstand des KSB. Und die Vorsitzenden wurden - ohne Gegenkandidaten - wiedergewählt.

Der Antrag des Stadtsportverbandes Heinsberg (Vorsitzender: Willi Engels), die vom KSB-Vorstand erlassene neue Ehrenordnung von der Mitgliederversammlung verabschieden zu lassen, wurde vom Vorstand als unberechtigt zurückgewiesen. Die Satzung ermächtige den Vorstand, Ordnungen zu erlassen. Beim Jugendtag hatte Engels zuvor Bedenken bei einer Änderung der Jugendordnung geltend gemacht. Doch sie wurde in der vom Vorstand vorgeschlagenen Form beschlossen. Der Jugendtag soll nur noch alle drei Jahre statt jährlich stattfinden. Engels kündigte eine rechtliche Überprüfung an.

In seiner letzten Wortmeldung an diesem Abend räumte Willi Engels ein, es sei nicht so gelaufen, wie er es erhofft habe. „Niederlagen muss man hinnehmen.” An Ronnie Goertz appellierte er, sich selbst nicht so wichtig zu nehmen, sondern im Interesse der Vereine zu handeln, fachlich sei er dazu in der Lage. Goertz ließ diese Aussage unbeantwortet.
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