Kreis Heinsberg - Kreissparkassen-Chef Pennartz nimmt neue Herausforderung an

Kreissparkassen-Chef Pennartz nimmt neue Herausforderung an

Von: Thorsten Pracht
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Verlässt die Kreissparkasse Heinsberg: Thomas Pennartz. Foto: RSGV

Kreis Heinsberg. Noch nie hat Thomas Pennartz für einen anderen Arbeitgeber gearbeitet als die Kreissparkasse Heinsberg. Nach 31 Dienstjahren, davon knapp sieben als Vorstandsvorsitzender, verlässt der 52-Jährige die Sparkasse zum Jahresende.

„Sein Heimathaus verlässt man nicht einfach so. Sie können mir glauben, dass ich mir darüber viele Gedanken gemacht habe”, sagt Pennartz im Gespräch mit unserer Zeitung. Die Gedanken führten am Ende dazu, das Angebot für eine neue berufliche Herausforderung anzunehmen. Am Montag wählte der Verbandsvorstand des Rheinischen Sparkassen- und Giroverbandes (RSGV) Pennartz zum neuen Geschäftsführer. Er tritt seinen Job in Düsseldorf zum 1. Januar 2018 an.

„Hervorragender Fachmann“

„Kann ich das? Bin ich der geeignete Mann?” Diese Fragen habe sich der Geilenkirchener gestellt, nachdem man ihm die leitende Position im Dachverband der 31 Sparkassen im Rheinland angeboten habe. „In einer Zeit, in der die Sparkassen große Herausforderungen zu bewältigen haben, ist es uns gelungen, einen hervorragenden Sparkassen-Fachmann für die Aufgabe als RSGV-Geschäftsführer gewinnen zu können“, wird Aachens Oberbürgermeister Marcel Philipp, Vorsitzender des Verbandsvorstandes des RSGV, in der Pressemitteilung zur Wahl Pennartz’ zitiert.

„Dass Thomas sehr gute Arbeit geleistet hat, ist auch anderen nicht verborgen geblieben”, sagt Landrat Stephan Pusch (CDU), Verwaltungsratsvorsitzender der Kreissparkasse Heinsberg. „Ich habe mit Thomas hervorragend zusammengearbeitet. Das wird mir fehlen”, bekennt Pusch. Seit knapp zwei Monaten sei er über den bevorstehenden Abgang im Bilde gewesen, RSGV-Präsident Michael Breuer habe ihn persönlich informiert, dass man Pennartz gerne in die Landeshauptstadt holen würde. Pusch habe gar nicht erst versucht, Pennartz umzustimmen. „Ich kann ihn schon verstehen. Innerhalb der Sparkasse gibt es kaum einen höheren Posten, und für unsere Kreissparkasse ist das natürlich eine Herausforderung. Aber es bleibt natürlich ein weinendes Auge.”

Pennartz hat am Montag die Mitarbeiter über seinen Abschied informiert. Als Geschäftsführer des RSGV sieht er die drei großen Themen Niedrigzinssituation, Regulatorik und Digitalisierung als große Herausforderungen der Zukunft. Sein Büro wird Pennartz in der Düsseldorfer Innenstadt haben, aber auch viel in Deutschland unterwegs sein. Sein Wohnort bleibt weiterhin Geilenkirchen. „Ich bin ein sehr ortsverwachsener Mensch. Da bleibt alles beim Alten”, sagt der 52-Jährige.

Der Weggang von Pennartz ist nach dem Tod von Hans-Josef Mertens im vergangenen Jahr die zweite einschneidende Veränderung im Vorstand der Kreissparkasse binnen kurzer Zeit. Dennoch betont der scheidende Vorstandschef, dass er keine Probleme für die Bank sehe. „Die Grundfeste des Hauses werden nicht erschüttert”, sagt Pennartz. Neben ihm und Vorstand Dr. Richard Nouvertné verfügt die KSK seit Ende 2016 mit Marie-Theres ­Jakobs-Bolten und Arnd Schürmann über zwei stellvertretende Vorstandsmitglieder. Dazu kämen laut Pennartz „zwölf Leute in der zweiten Führungsebene, die hervorragend arbeiten”.

Verwaltungsrat tagt

Auch Pusch sieht kein drohendes Vakuum in der Leitung des Hauses. „Die Geschäftspolitik wird von allen getragen, auch von den Gremien”, sagt er. Der Verwaltungsrat werde noch in dieser Woche tagen, um die weiteren Schritte zu besprechen, kündigt der Vorsitzende des Aufsichtsgremiums an. Pusch hat die vergangenen Wochen, so scheint es, jedenfalls nicht ungenutzt gelassen. „Wir haben uns schon Gedanken gemacht, wie es weiter geht.”

Wenn die nötige Zustimmung des Gremiums erfolgt sei, solle bereits in den nächsten Wochen der neue Vorstandsvorsitzende der Kreissparkasse Heinsberg vorgestellt werden. Es hört sich an, als würde eine externe Lösung angestrebt: „Ich halte es für angebracht, jemanden zu holen, der schon eine ähnliche Position bekleidet”, sagt Pusch.

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