Kreissparkasse stellt sich im Filialgeschäft neu auf

Von: disch/ja
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Wie es bei der Kreissparkasse Heinsberg weitergeht, wird am 1. Dezember bekannt gegeben. Symbolbild: Arno Burgi/dpa Foto: Arno Burgi/dpa

Kreis Heinsberg. „Die Kreissparkasse Heinsberg bewegt sich in einem Umfeld, in dem sich das Kundenverhalten und die Erwartungen der Kunden teilweise gravierend verändert haben“, heißt es in der Einladung der Kreissparkasse Heinsberg zu einem Pressegespräch für den 1. Dezember.

Und weiter ist da zu lesen: „Wir haben auf diese Herausforderungen reagiert.“ Von Plänen zur Steigerung sowohl der Erreichbarkeit als auch der Beratungsqualität für die Kunden ist die Rede und von „daraus resultierenden Konsequenzen für unsere Aufstellung im Filialgeschäft“. Auf Nachfrage, ob damit Einschnitte im Filialnetz, sprich die Schließung von Filialen gemeint sei, wollte der Vorstand der Kreissparkasse aktuell keinen Kommentar abgeben. Es wurde auf das Pressegespräch am 1. Dezember verwiesen.

Trotz Online- und Mobile-Banking hatte es noch im Januar vom Vorstand der Kreissparkasse Heinsberg bei der Vorlage der Bilanz­zahlen ein klares Bekenntnis zum 51 Standorte umfassenden Filialnetz gegeben. „Wir bleiben in der Region verankert“, hatte Vorstandsvorsitzender Thomas Pennartz damals erklärt. Und hinzugefügt: „Wir bleiben bei der Zahl.“ Hat sich da inzwischen eine andere Einschätzung entwickelt?

Im Nachbarkeis Düren hat die Sparkasse jedenfalls angekündigt, ihr Privatkundengeschäft umzubauen. Bis zum 31. Oktober 2016 soll dort die Zahl der mit Mitarbeitern besetzten Filialen im Kreisgebiet um zehn auf 25 sinken. Geschlossen werden die Filialen in Mariaweiler und Rödingen. Die Filialen Düren-Nord, Düren-Süd, Huchem-Stammeln, Koslar, Merken, Siersdorf, Stockheim und Vossenack werden in ­automatisierte SB-Stellen umgewandelt.

Parallel soll allerdings das Beratungsnetz ausgebaut werden. Konnten aufwendigere Beratungen bislang nur in den Kundenzentren in Düren und Jülich abgewickelt werden, so sollen künftig sechs zusätzliche Filialen mit entsprechend geschultem Personal ausgestattet werden. Darüber hinaus sollen bis zu 15 Mitarbeiter in einem neuen Dialog-Center auch außerhalb der gewohnten Filial-Öffnungszeiten am Telefon für die Fragen und Wünsche der Kunden zur Verfügung stehen, beispielsweise Überweisungen ausführen, aber auch Termine mit den Beratern vor Ort vereinbaren.

Ein zweiter Sparkassen-Bus soll dafür sorgen, dass kleinere Orte auch in Zukunft nicht außen vor bleiben. Und die Sparkasse Düren investiert mehr als drei Millionen Euro in die Modernisierung der bestehenden Filialen, aber auch in den Neubau eines Beratungscenters in Niederzier, das die bisherige Filiale im Ort ersetzen soll.

„Ein durchschnittlicher Sparkassenkunde besucht mehr als 100-mal unsere Internetfiliale, nutzt fast 200-mal unsere Smartphone-App, kommt aber nur noch einmal im Jahr in die Filiale vor Ort“, so hat der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Düren, Uwe Willner, den Umbau, der Teil einer Gesamtstrategie „Sparkasse 2025“ ist, begründet. Gleichzeitig sprach er mit Blick auf den Ausbau der Beratungszentren von einer Wachstumsoffensive.

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