Kreissparkasse Heinsberg: Kundeneinlagen schnellen in die Höhe

Von: disch
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So wie dieser Heißluftballon in der Form eines Sparschweins mit einem Sparkassen-Logo gewinnen auch die Kundeneinlagen bei der Kreissparkasse Heinsberg immer mehr an Höhe. Foto: Daniel Naupold/dpa
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Zufrieden mit dem Jahr 2016: Thomas Pennartz, Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse Heinsberg.

Kreis Heinsberg. Wer meint, in Zeiten niedriger Zinsen würde nicht mehr gespart, der täuscht sich gewaltig. Die Kundeneinlagen bei der Kreissparkasse Heinsberg sind jedenfalls im vergangenen Jahr um fast zehn Prozent in die Höhe geschnellt: um 194,7 Millionen auf 2,282 Milliarden Euro.

Vorstandsvorsitzender Thomas Pennartz bewertete diesen Zuwachs um exakt 9,3 Prozent auch als Vertrauensbeweis der Kunden, für den er ausdrücklich dankte. Und was den Sparkassendirektor besonders erfreute: Der Zuwachs resultierte nach seiner Darstellung nicht aus einzelnen großen Vermögen, sondern aus vielen Kleinanlagen.

Bei der Bilanz-Pressekonferenz am Donnerstag in der KSK-Hauptstelle in Erkelenz fand eine Aktion der Auszubildenden zum Weltspartag, die sehr gut angenommen worden sei, besondere Erwähnung. Unter dem Motto „Kleine Sparer ganz groß!“ war bei diesem Projekt der Azubis insbesondere Kindern der Spargedanke kreativ und spielerisch nähergebracht worden. „So jung war unsere Sparkasse schon lange nicht mehr“, freute sich Sparkassendirektor Dr. Richard Nouvertné, der stellvertretende Vorstandsvorsitzende, über den Erfolg der Aktion.

Zuwachsraten gab es aber nicht nur auf der Anlageseite, sondern auch im Kreditgeschäft: um 109,3 Millionen auf 2,643 Milliarden Euro. Dieses Plus von 4,3 Prozent ist in erster Linie auf die angestiegenen Ausleihungen an Unternehmen und Selbstständige zurückzuführen. „Seit jeher verstehen wir uns als zuverlässiger Finanzpartner der kleinen und mittleren Unternehmen sowie der Selbstständigen in unserer Region. So leisten wir unter anderem mit der Finanzierung vieler Investitionen einen Beitrag zu stabilen Arbeitsplätzen in unserem Geschäftsgebiet“, sagte Nouvertné.

In Zeiten niedriger Zinsen würden sich aber auch viele Privatpersonen gerne den Traum vom Eigenheim erfüllen oder Immobilien als Kapitalanlage nutzen. Diese Kredite hätten „trotz der Wohnimmobilienkreditrichtlinie“ um knapp vier Millionen Euro zugelegt. Zudem habe die S-Immobilien GmbH 121 Objekte vermitteln können. Die Nachfrage sei nach wie vor groß.

Mit insgesamt 67 Standorten sieht sich die Kreissparkasse weiterhin als „verlässlicher Partner vor Ort“. In 39 Filialen und Beratungscentern würden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Kunden beraten. In 19 dieser Filialen soll es ab April erweiterte Öffnungszeiten geben.

Aber Zahlen wurden auch für andere Wege zur Kreissparkasse präsentiert: Mit mehr als 3,2 Millionen Besuchen pro Jahr sei die Internet-Filiale ein wichtiger Kontaktpunkt zu den Kunden. Mehr als 15.000 Kunden nutzen die Sparkassen-Apps. Mit der Etablierung des neuen Filialnetzes war im April auch ein neues Service-Center eingerichtet worden, das in den ersten neun Monaten fast 118.000 Anrufe verzeichnet hat. Und 200-mal wurde der Bargeld-Bring-Service in diesem Zeitraum in Anspruch genommen.

Ausschüttung an die Träger

Kreissparkassen-Chef Thomas Pennartz sagte unter Verweis auf das erwartete Jahresergebnis für 2016 (Überschuss nach Steuern) in Höhe von erneut rund zehn Millionen Euro: „Unsere stabilen Erträge ermöglichen ­voraussichtlich wieder eine Ausschüttung in Höhe von insgesamt einer Million Euro an den Kreis Heinsberg und die Stadt Erkelenz. Aber auch die weiter ansteigenden Anforderungen an die Eigenkapital-Ausstattung können wir erfüllen.“ Gemäß den Anteilen der Träger sollen also auch diesmal wieder 800.000 Euro an den Kreis Heinsberg und 200.000 Euro an die Stadt Erkelenz ausgeschüttet werden.

„Wir fühlen uns eng mit den Bürgerinnen und Bürgern im Kreis Heinsberg verbunden“, sagte Pennartz und verwies darauf, dass auch im vergangenen Jahr vielfältige Projekte aus Kultur, Sport, Brauchtum mit fast 1,5 Millionen Euro – inklusive der Mittel aus den Sparkassen-Stiftungen für Völkerverständigung und für Kunst sowie aus dem PS-Sparen – gefördert worden seien; zusätzlich flossen als Sponsoring mehr als 300.000 Euro in das Vereins- und Kulturleben. Pennartz erwähnte aber auch die Zahlung von Steuern (knapp sieben Millionen Euro) und Gehältern (rund 30 Millionen Euro).

Der vom Vorstandsvorsitzenden bestätigte weitere leichte Personalabbau, der im Rahmen der normalen Fluktuation erfolge, spiegelt sich in der Mitarbeiterzahl mit einem Rückgang von 679 auf 665 wider.

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