Kreissparkasse: 48,7 Millionen Euro für Gemeinwesen

Von: hewi
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Thomas Pennartz und Marie-Theres Jakobs-Bolten präsentierten den Bericht an die Gesellschaft von der Kreissparkasse. Foto: Wichlatz

Kreis Heinsberg. Die Kreissparkasse Heinsberg fühlt sich dem Gemeinwohl im Kreis Heinsberg verpflichtet. Dies betonte der Vorstandsvorsitzende Thomas Pennartz bei der Präsentation des nun in dritter Auflage erschienenen Berichts an die Gesellschaft – jetzt für das Jahr 2015. Darin gibt die Sparkasse nicht nur Auskunft über ihre wirtschaftlichen Zahlen.

Der Bericht gibt vielmehr auch wieder einen Überblick über das gesellschaftliche Engagement der Sparkasse, das über die regelmäßigen Spenden an Vereine und Verbände hinausgeht. „Wir fühlen uns der Region und den Menschen hier verbunden“, erklärte Pennartz bei einem Pressegespräch in der KSK-Hauptstelle in Erkelenz. „Und das seit unserer Gründung vor 118 Jahren.“ Die Bürger des Kreises seien die Eigentümer der Kreissparkasse. „Im Prinzip ist man mit dem Zuzug in den Kreis auch Miteigentümer der Sparkasse“, sagte er.

So seien die rund 10.000 Bürgerkonten, die rund zehn Prozent des Kontenbestandes ausmachen würden, ein „Kernbestandteil der Identität“ des Hauses. Diese Guthabenkonten seien für Menschen, die sonst kein Konto bekommen würden. „Dies ist eine unserer Basisdienstleistungen, mit der wir auch finanziell schwächer gestellten Menschen eine Teilhabe am Wirtschaftsleben ermöglichen“, sagte Pennartz. Auch die Unterstützung der Vereine und Wohlfahrtsverbände sowie der Schuldnerberatung seien Aufgaben der Kreissparkasse.

Vor zwei Jahren hatte die Kreissparkasse Heinsberg ihr neues Unternehmensleitbild präsentiert, das sie – begleitet von der Hochschule Niederrhein – entwickelt hatte. Das Ergebnis dieses Prozesses war neben dem Bekenntnis zur Nachhaltigkeit und dem „ökologischen Fußabdruck“ auch die Entwicklung einer neuen Workshop-Reihe: Unter dem Titel „Werkstatt Weitsicht“ wurde mit Sparkassenkunden, Vertretern von Institutionen und interessierten Bürgern über das Selbstbild und die Aufgaben der Kreissparkasse diskutiert.

Neben guten Zahlen und positiven Bekenntnissen enthält dieser Bericht an die Gesellschaft aber auch selbstkritische Töne – zum Beispiel zum Stichwort Frauenquote auf der Führungsebene. Da sieht auch das stellvertretende Vorstandsmitglied Marie-Theres Jakobs-Bolten Nachholbedarf.

Sie verwies bei der Präsentation des Berichts auf das aktuelle Mentorenprogramm, mit dem gezielt die weiblichen Angestellten angesprochen und gefördert werden sollen. Derzeit betrage die Frauenquote auf der Führungsebene rund zehn Prozent, wohingegen die Frauen bei den Mitarbeitern mit 404 gegenüber den 275 männlichen Kollegen die Nase vorn hätten. „Das ist für uns eine Baustelle, die wir sehr ernst nehmen“, sagte sie.

Insgesamt weist der Bericht als Beitrag für das Gemeinwesen die Summe von 48,7 Millionen Euro aus. Darin sind rund 8,6 Millionen an Steuern ebenso enthalten wie die 29,8 Millionen Euro an Löhnen und Gehältern, die ebenso in der Region bleiben wie Spenden und Sponsoring (1,5 Millionen Euro) und Aufträge an regionale Firmen in Höhe von 7,8 Millionen Euro sowie die Ausschüttung in Höhe von einer Million Euro an die Träger (Kreis Heinsberg und Stadt Erkelenz).

Ein praktisches Beispiel für Integration als gesellschaftliche Aufgabe der Sparkasse hatten Jakobs-Bolten und Pennartz auch zur Hand: Im April hatte die Kreissparkasse fünf Asylbewerbern aus Erkelenz ein vierwöchiges Praktikum ermöglicht. „Das war für alle Beteiligten eine interessante Erfahrung“, so Pennartz. Für einen der Teilnehmer wird es mehr, denn am 1. August beginnt für einen jungen Syrer die Ausbildung zum Bankkaufmann bei der Kreissparkasse. Weitere Praktika für Flüchtlinge sollen folgen.

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