Kreisjugendfeuerwehrtag: „Feuerwehr ein guter Platz für die Jugend“

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Der Kreisjugendfeuerwehrtag fand an Schacht 3 in Hückelhoven statt. Es waren viele lobende Worte zu hören. Foto: KFV Heinsberg / O. Thelen

Kreis Heinsberg. Aus Anlass des 40-jährigen Bestehens der Jugendfeuerwehr Hückelhoven beging die Jugendfeuerwehr des Kreises Heinsberg im Bergbaumuseum Schacht 3 ihren 31. Kreisjugendfeuerwehrtag. Die Kulisse mit dem Förderturm der früheren Zeche Sophia-Jacoba lockte zahlreiche Gäste nach ­Hückelhoven.

Kreisjugendfeuerwehrwart Willi Welfens konnte aus der Politik unter anderem den Bundestagsabgeordneten Wilfried Oellers, die Landtagsabgeordneten Bernd Krückel und Thomas Schnelle, den stellvertretenden Landrat Willi Paffen, Hückelhovens Bürgermeister Bernd Jansen sowie zahlreiche Vertreter des Städte und Gemeinden begrüßen. Ebenso zahlreich waren die Vertreter der Feuerwehren aus dem Kreis Heinsberg sowie aus dem Kreisvorstand erschienen. Einen besonderen Gruß ging an den Kreisjugendfeuerwehrwart der Städteregion Aachen, Ralf Welsch, sowie an Bezirksbrandmeister Manfred Savoir.

Voller Lob waren die Ehrengäste in ihren Begrüßungsreden. Der stellvertretende Landrat Willi Paffen betonte, dass das Ehrenamt die Säule der Gesellschaft sei und die Feuerwehr ein guter Platz für die Jugend sei. Die Jugendfeuerwehr sei ein Ort, wo Kinder und Jugendliche Freunde finden könnzen, gleichzeitig sei es ein Hobby mit Nervenkitzel, bei dem auch technisches Know-how vermittelt werde. Eigentlich das ideale Hobby für alle abenteuerlustigen Kinder und Jugendliche.

Bürgermeister Bernd Jansen bedankte sich noch einmal ausdrücklich bei allen Mitgliedern der Jugendfeuerwehr für ihr Engagement. Bereits frühzeitig habe die Freiwillige Feuerwehr in Hückelhoven die Zukunft der Wehr im Blick gehabt und vor 40 Jahren eine Jugendfeuerwehr gegründet. Noch heute sei die Jugendfeuerwehr die wichtigste Nachwuchsquelle für die Einsatzabteilung der Feuerwehr Hückelhoven.

Bezirksbrandmeister Manfred Savoir freute sich, dass die Jugendarbeit mit der Novellierung des Gesetzes über den Brandschutz, die Hilfeleistung und den Katastrophenschutz (BHKG) deutlich gestärkt worden sei. Der stellvertretende Kreisbrandmeister Claus Vaehsen gratulierte ebenfalls der Jugendfeuerwehr ­Hückelhoven zu ihrem Jubiläum. In der Jugendfeuerwehr würden neben dem Umgang mit technischen Geräten und dem Trainieren praktischer Fähigkeiten auch Kameradschaft, Teamfähigkeit und soziale Kompetenzen vermittelt.

Um die Jugendlichen noch früher als derzeit für den Feuerwehrdienst zu begeistern, bestehe seit Inkrafttreten des neuen BHKG die Möglichkeit der Gründung von Kinderfeuerwehren. Seit Januar 2016 bestehe die Möglichkeit, Kinder ab sechs Jahren in die Kinderfeuerwehr aufzunehmen. „Es wäre begrüßenswert, wenn mittelfristig Kinderfeuerwehren im gesamten Kreisgebiet etabliert würden“, so der stellvertretende Kreisbrandmeister.

Dank an die ehrenamtlichen Kräfte

Hückelhovens Stadtbrandmeister Sven Lange nutzte die Gelegenheit, sich bei den Betreuern und Ausbildern der Jugendfeuerwehr zu bedanken. Die ehrenamtlichen Kräfte würden sich in der Einsatzabteilung der Feuerwehren engagieren, am Ausbildung-, Übungs- und Einsatzdienst teilnehmen und zudem „nebenbei“ noch die Kinder und Jugendlichen der Jugendfeuerwehr betreuen.

Kreisjugendfeuerwehrwart Willi Welfens konnte in seinem Jahresbericht stolz darauf verweisen, dass es insgesamt 461 Kinder und Jugendliche aus dem Kreis Heinsberg in 15 Jugendfeuerwehrgruppen gibt. Dabei leisteten 181 Betreuer insgesamt 26 309 Stunden in der Jugendarbeit. Im vergangenen Jahr konnten 35 Jugendliche in die Einsatzabteilung der Freiwilligen Feuerwehren überstellt werden, darunter vier Feuerwehrfrauen.

Die Jugendfeuerwehren konnten 99 neue Mitglieder gewinnen, es waren aber auch 59 Austritte zu verzeichnen. Ihr Können stellten rund 120 Mitglieder der Jugendfeuerwehr im vergangenen Jahr unter Beweis. 83 Jugendliche erwarben die Jugendflamme der Stufe eins und 36 Jugendliche die Jugendflamme der Stufe zwei.

Nach den üblichen Regularien bestätigte der stellvertretende Kreisbrandmeister Claus Vaehsen Hauptbrandmeisterin Ilka Karduck von der Feuerwehr Wegberg für weitere sechs Jahre im Amt als stellvertretende Kreisjugendfeuerwehrwartin.

Die Delegiertenversammlung legte auch gleich den Veranstaltungsort des nächsten Kreisjugendfeuerwehrtages fest. Ausrichter wird im Sommer 2018 die Feuerwehr Gangelt sein.

Zum Abschluss der Veranstaltung hatte Kreisjugendfeuerwehrwart Willi Welfens noch mehrere Überraschungen im Gepäck. Für ihr Engagement in der Jugendfeuerwehr verlieh er Brandinspektor Wilfried Knur, Hauptfeuerwehrmann Uwe Hörig, Unterbrandmeister Jens König und Brandmeister Michael Oehrl das Ehrenzeichen der Jugendfeuerwehr NRW in Bronze. Für sein außergewöhnliches Engagement in der Jugendfeuerwehr erhielt zudem Brandinspektor Florian Moll das Ehrenzeichen der Jugendfeuerwehr NRW in Silber.

Schließlich dankte der Kreisjugendfeuerwehrwart dem Förderverein Schacht III für die Bereitstellung der tollen Räumlichkeiten und für die gute Bewirtung.

Im Anschluss an den Delegiertentag fand eine große Feuerwehrolympiade statt. Dabei konnte die Mannschaft der Jugendfeuerwehr Übach-Palenberg den ersten Platz und somit den Wanderpokal des Kreisbrandmeisters erringen. Den zweiten Platz belegte die Mannschaft der Jugendfeuerwehr Wassenberg punktgleich vor dem Team der Jugendfeuerwehr Erkelenz.

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