Kreisjägerschaft verurteilt das Töten von Greifvögeln

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Im Kreisgebiet Heinsberg sind erneut tote Greifvögel entdeckt worden. Foto: ddp

Kreis Heinsberg. Die Kreisjägerschaft Heinsberg hat das Töten von Greifvögeln aufs Schärfste verurteilt. In seiner Eigenschaft als Vorsitzender der Kreisjägerschaft Heinsberg erklärte Dr. Heiner Breickmann (Gangelt) in einer Stellungnahme, dass jeder Jäger schon im Rahmen seiner Ausbildung für die Jägerprüfung erfahre, „dass Greifvögel nach dem Bundesnaturschutzgesetz zu den besonders geschützten Arten gehören”.

Sie dürften nicht gefangen, nicht beunruhigt und schon gar nicht getötet werden. „Jegliches andere Verhalten ist illegal und kriminell”, so Breickmann.

Nachdem in den vergangenen Tagen von verschiedenen Seiten der Fund von toten Greifvögeln gemeldet worden sei, habe die Kreisjägerschaft umgehend unter anderem mit dem Kreisveterinäramt und mit der Kreispolizeibehörde Kontakt aufgenommen und ihre Unterstützung bei der Aufklärung angeboten.

Der derzeitige Stand sei, so Breickmann, dass eine mit Gift präparierte Taube gefunden worden sei. Untersuchungsergebnisse zu der Todesursache der eingesandten Greife lägen allerdings noch nicht vor. In einem Fall seien bei einem verendeten Greifvogel Schrotkörner festgestellt worden.

Obwohl noch nicht alle Ergebnisse vorlägen, würden bereits im Vorfeld „die Jäger” als Tätergruppe für alle tot aufgefundenen Greife diskutiert. Breickmann: „Wir von der Kreisjägerschaft sind der Ansicht, dass zunächst die Ursachen für den Tod der Tiere geklärt werden müssen und erst danach kann ein möglicher Verursacher festgestellt werden. Wir sind für eine rückhaltlose Aufklärung. Der Täter muss bestraft werden. Eine Vorverurteilung bestimmter Personenkreise ist der Sache jedoch nicht dienlich.”

Der Vorsitzende der Kreisjägerschaft weiter: „Sollte es sich um einen Jäger handeln, der für den Tod der Vögel verantwortlich ist, liegt es um so mehr im Interesse aller Jäger, dass der Schuldige gefunden wird, da er das Ansehen der Kreisjägerschaft insgesamt nachhaltig schädigt. Neben der Bestrafung ist ihm der Jagdschein zu entziehen. Er ist aus der Jägerschaft auszuschließen.”
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