Kreisgymnasium: Neue Partnerschaft begründet

Von: Petra Wolters
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Auch ein Novum an der Partnerschule in Kapstadt: Während ihres Besuchs vor den Sommerferien organisierte die deutsche Delegation ein Kunstprojekt, an dem sich die fünf deutschen Schüler beteiligten. Repro: Petra Wolters

Heinsberg. Dass ein karitatives Engagement viel mehr bedeuten kann als bedürftige Menschen allein mit Geld zu unterstützen, beweist das Heinsberger Kreisgymnasium in einer neuen Initiative, die fünf Schüler und die Schulleiterin bereits bis nach Kapstadt in Südafrika geführt hat.

„Der erste Gedanke war, mit den Einnahmen aus dem jüngsten Schulfest, insgesamt 10.000 Euro, ein dauerhaftes karitatives Projekt zu starten, das allerdings auch in unseren Schulalltag Eingang finden sollte”, beschreibt Schulleiterin Annegret Krewald den Hintergrund der ersten Überlegungen.

Über den Aachener Verein „Stadtoasen”, der das Gymnasium bei der Umgestaltung des Schulhofs unterstützte und bereits seit 2001 in der Agenda-21-Partnerschaft Aachen-Kapstadt aktiv ist, wurde die Idee geboren, sich ebenfalls dort zu engagieren.

Die an der weiteren Konzeption beteiligten Oberstufenschüler gingen aber noch einen Schritt weiter. „Nach einem ersten Treffen war klar, dass es nicht nur ein Engagement unsererseits geben sollte, sondern auch einen Schüleraustausch mit Südafrika”, so Krewald.

Sie besuchte dann in einer „Vortour” gemeinsam mit ihrer Tochter zunächst drei Schulen, um die Möglichkeiten vor Ort zu sondieren. Dabei kristallisierte sich eine Schule als die für eine dauerhafte Partnerschaft passende heraus: die Phoenix High School im Vorort Manenberg, eines als Folge der früheren Apartheitspolitik Südafrikas ausschließlich von „Coloureds” bewohnten Stadtteils von Kapstadt. Eine andere Schule habe schon eine Partnerschaft mit Großbritannien gehabt und an der dritten habe sie von organisatorischen und auch persönlichen „Turbulenzen” erfahren, so Krewald.

Vor den Sommerferien machten sich die Schulleiterin und Englischlehrer Volker Werner mit seiner Frau zusammen mit fünf Schülern dann erneut auf den Weg nach Kapstadt.

Die Schülerreisen wurden dabei ermöglicht durch die Unterstützung der Kreissparkassen-Stiftung und der Firma Rosen-Eiskrem in Waldfeucht.

Sehr offen und sehr herzlich seien sie empfangen worden, berichten Tamara Oberhäuser und Miriam Voßenkaul, die gemeinsam mit Barbara Vinken, Patrik Cieslik und Sebastian Krekelberg in Kapstadt waren.

Ein erstes Projekt wurde festgezurrt: die Einrichtung eines Fachraumes für Biologie, „denn außer zwei veralteten Computerräumen gibt es an diese Schule derzeit gar keine fachliche Einrichtung”, so Krewald.
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