Kreisgesundheitsamt-Leiter: „Impfung ist der beste Schutz”

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Kreis Heinsberg. Nur etwa fünf Prozent der 256.000 Einwohner des Kreises Heinsberg haben sich bislang gegen die Neue Influenza vom Typ A/H1N1, die sogenannte Schweinegrippe, impfen lassen.

Enttäuscht von der bislang geringen Resonanz zeigte sich am Mittwoch der Leiter des Kreisgesundheitsamtes, Dr. Karl-Heinz Feldhoff. „Die zweite Grippewelle hat ihren Höhepunkt offensichtlich überschritten, überwunden ist sie nicht”, warnte der Amtsarzt davor, die Neue Influenza auf die leichte Schulter zu nehmen. „Eine Impfung ist nach wie vor der beste Schutz.”

„Wir haben im Kreis Heinsberg bislang zwei Todesfälle an Neuer Influenza zu verzeichnen”, wies der Mediziner - trotz weitgehend milder Verläufe - auf die Gefährlichkeit der Krankheit hin. Insbesondere Risikopatienten mit chronischen Erkrankungen oder Vorerkrankungen - zu denen auch die beiden Verstorbenen gehörten - sollten die Neue Influenza nicht auf die leichte Schulter nehmen.

Unter Hinweis darauf, dass auch starkes Übergewicht, Bluthochdruck, Allergien und chronische Atemwegserkrankungen zu berücksichtigen seien, sagte Feldhoff: „Damit kann man statistisch gesehen bis zu 30 Prozent der Bevölkerung als chronisch erkrankt oder vorerkrankt bezeichnen. Diese Menschen sollten unbedingt über eine Impfung nachdenken.”

Aber auch für den kerngesunden „Normalbürger” besteht nach wie vor das Impfangebot. Feldhoff: „Die ganze Diskussion um Inhaltsstoffe und vermeintliche Nebenwirkungen haben viele Menschen verunsichert. Fakt ist, dass von den knapp 12.000 bislang im Kreis Heinsberg Geimpften kein einziger mit Impfschäden oder massiven Nebenwirkungen zu tun hatte.”

Bei der Impfung gehe es nicht nur um den Schutz des Einzelnen, es gehe auch um eine gesamtgesellschaftliche Verantwortung. Feldhoff: „Jeder Geimpfte schützt nicht nur sich, sondern auch sein familiäres Umfeld, seine Kolleginnen und Kollegen, seinen Freundeskreis, seine Nachbarn. Mit jeder Impfung hat es das Virus schwerer sich auszubreiten.”

Auch zum jetzigen Zeitpunkt sei eine Impfung noch sinnvoll, erklärte der Amtsarzt in Heinsberg. „Auch wenn die zweite Welle der Neuen Grippe ihren Höhepunkt überschritten hat, so ist unter Umständen mit einer dritten Welle zu rechnen.”

Ab sofort steht im Kreis Heinsberg auch der Impfstoff zur Verfügung, der Schwangeren zur Impfung empfohlen wird. Dieser Impfstoff soll durch die behandelnden Fachärzte für Gynäkologie verimpft werden, teilte die Kreisverwaltung mit.

Ansonsten gilt in Sachen Impfung im Kreis Heinsberg die einfache Faustregel: Erster Ansprechpartner ist der Hausarzt. Gesundheitsamsleiter Dr. Karl-Heinz Feldhoff: „Ich bin sehr froh darüber, dass inzwischen weit über 100 Ärzte im Kreisgebiet impfen.” Wer keinen Hausarzt hat oder einen Hausarzt hat, der nicht impft, kann sich nach wie vor unter 02452/135311 an das Gesundheitsamt wenden.

Alles Wissenswerte zum Thema Neue Influenza findet sich auf den Internetseiten des nordrhein-westfälischen Gesundheitsministeriums unter http://www.neuegrippe.nrw.de sowie auf der Internetseite des Robert-Koch-Instituts unter http://www.rki.de und auf der Internetseite des Kreises Heinsberg unter http://www.kreis-heinsberg.de
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