Kreis Heinsberg: Nach wie vor kein EHEC-Fall mit dem neuen Erreger

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Nach wie vor kein EHEC im Kreis Heinsberg: Erkrankte mit dem neuen Erreger gibt es hier bisher nicht. Foto: dpa

Kreis Heinsberg. „Wir haben nach wie vor null Fälle von EHEC-Erkrankungen mit dem neuen Keim des Typs O104/H4”, erklärte der Leiter des Heinsberger Kreisgesundheitsamtes, Dr. Karl-Heinz Feldhoff, am Freitagmittag nach mehreren Medienanfragen.

Zurzeit gebe es im Kreis Heinsberg zwei Durchfallerkrankte, deren Erkrankung auf bekannte EHEC-Stämme zurückzuführen sei, die nichts mit dem in Norddeutschland aufgetretenen Stämmen zu tun hätten. Außerdem gebe es im Kreis Heinsberg einen Verdachtsfall auf eine EHEC-Erkrankung mit dem in Norddeutschland grassierenden neuen Keim des Typs O104/H4. In diesem Fall stehe das Ergebnis der Referenzuntersuchung aber noch aus. Allerdings sei die Krankheit bei der betroffenen Person ohne Komplikationen verlaufen. Sie habe die Krankheit zuhause auskuriert, habe die Erkrankung weitgehend überstanden und sei auf dem Wege der Besserung.

Karl-Heinz Feldhoff stellte klar: „Durchfallerkrankungen durch Coli-Bakterien, von denen es unzählige Stämme gibt, tauchen immer wieder auf. Wegen der Ansteckungsgefahr und möglichen Auswirkungen auf die Lebensmittelhygiene sind diese Erkrankungen grundsätzlich meldepflichtig.”

Verursachen Coli-Bakterien, deren lateinischer Name Escherichia coli (abgekürzt: EC) lautet, einen Durchfall mit Bauchkrämpfen und gegebenenfalls Erbrechen, so spricht der Mediziner von einer Escherichia coli-Enteritis.

Verursachen die Coli-Bakterien einen blutigen Durchfall neben krampfartigen Bauchschmerzen und Erbrechen so spricht der Mediziner von einer enterohämorrhagischen Escherichia coli (übersetzt: mit Blutungen einhergehende Durchfälle, verursacht durch Coli-Bakterien), abgekürzt EHEC.

Dass momentan überdurchschnittlich viele Durchfallerkrankungen durch Coli-Bakterien gemeldet werden, liegt nach Einschätzung des Gesundheitsamtsleiters an der Tatsache, dass nun weitaus mehr Durchfallerkrankte ihren Hausarzt aufsuchen und auch getestet würden. Etwa zehn bis 20 Prozent dieser EHEC-Erkrankungen würden als Komplikationen Nierenversagen, Blutgerinnungsstörungen sowie Schädigungen des Zentralnervensystems (HU-Syndrom) zeigen, so Feldhoff weiter.

Im Zusammenhang mit der Thematik „Coli-Bakterien und Durchfallerkrankungen” riet der Chef des Kreisgesundheitsamtes erneut vor allem zur Einhaltung gängiger Hygiene-Standards: regelmäßiges gründliches Händewaschen, dazu sorgfältiger und sauberer Umgang mit Lebensmitteln sowie Sauberkeit und regelmäßiges Reinigen der Orte, an denen Essen zubereitet wird.
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