Kreis Heinsberg kann positives Eigenkapital vorweisen

Von: disch
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Kreis Heinsberg. Zu Beginn des Jahres 2009 war beim Kreis Heinsberg das Neue Kommunale Finanzmanagement (NKF) eingeführt worden. Inzwischen liegt mit dem (von der Bezirksregierung genehmigten) Etat für 2010 der zweite Haushalt nach NKF-Systematik vor.

In der Kreistagssitzung in dieser Woche legte nun Landrat Stephan Pusch den Entwurf der in einem langwierigen Verfahren erstellten Eröffnungsbilanz zum Stichtag 1.Januar 2009 vor. „Damit haben wir den letzten Schritt zur Einführung des NKF vollzogen.”

Die Eröffnungsbilanz gibt laut Pusch erstmals einen detaillierten Überblick über die Finanz- und Wirtschaftslage, die Höhe der Forderungen und Verbindlichkeiten und eine Übersicht über das bewertete Vermögen des Kreises. Die Bilanzsumme beträgt rund 302,5Millionen Euro.

Als „Erfolg auch für die gute Finanzpolitik der vergangenen Jahre” stellte der Landrat heraus, „dass wir ein positives Eigenkapital vorweisen können, mit dem auch kurz- und mittelfristig eine aktive Finanzpolitik möglich sein wird”. Auf der Aktivseite der Bilanz ragen laut Pusch die bebauten Grundstücke (144,8Millionen), Infrastrukturvermögen wie Kreisstraßen (54,3 Millionen), Anteile an Kreiswasserwerk und Kreiswerke (45,5 Millionen) und liquide Mittel (16,1 Millionen) heraus.

Die Passivseite werde vor allem durch Sonderposten für Zuwendungen (63,1 Millionen), Pensionsrückstellungen (86,2 Millionen), Rückstellungen für die Deponien (40,9Millionen) sowie Verbindlichkeiten aus Krediten (15,7 Millionen) bestimmt.

Das Eigenkapital als Differenz zwischen Vermögen und Verbindlichkeiten in Höhe von rund 79,8Millionen Euro gliedert sich in Allgemeine Rücklage (53,2Millionen) und Ausgleichsrücklage (26,6 Millionen). Der Landrat erinnerte mahnend daran, dass die Zeiten aus finanzwirtschaftlicher Sicht nicht rosig seien. Die Höhe der Ausgleichsrücklage werde auch in Zukunft Begehrlichkeiten wecken.

Aber: „Unsere Ausgleichsrücklage ist nicht so hoch, wie sie sein könnte”, so Pusch. Ausschlaggebend dafür sei, „dass wir in Zeiten, die wir heute als die fetten Jahre bezeichnen würden, Mittel zur Stützung kommunaler Haushalte in Höhe von über 20 Millionen Euro eingesetzt haben”. Heute seien die Zeiten ungleich schwieriger - „und einige Kommunen brauchen unsere Hilfe in den nächsten Jahren dringend”. Aber es gelte auch, „unser Pulver trocken zu halten für die Zeiten, in denen es finanziell noch enger zugehen könnte als derzeit”, sagte Pusch.
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