Kreis Heinsberg gibt Trägerschaft für Kreismuseum auf

Von: disch
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Das Kreismuseum in Heinsberg: Der Kreis gibt die Trägerschaft ab. Ein Trägerverein soll gegründet werden.

Kreis Heinsberg. Der Kreis Heinsberg wird die Trägerschaft des Kreismuseums, das in Heinsberg an der Hochstraße liegt, zum Jahresende aufgeben. Dazu erteilten im Kreisausschuss alle Kreistagsfraktionen ihre Zustimmung. Zum Jahreswechsel wird die Gründung eines Trägervereins für das Museum Heinsberg angestrebt.

Der jährliche Finanzierungsbedarf für den Verein wurde - unter Berücksichtigung der Personal- und Betriebskosten sowie der Finanzierung der für das Torbogenhaus mit etwa 1,1 Millionen Euro kalkulierten Bauunterhaltungskosten - mit zirka 220.000 Euro veranschlagt.

Geplant ist eine Kostendrittelung: Dann würden sowohl der Kreis Heinsberg als auch die Stadt Heinsberg jeweils 75.000 Euro beisteuern. Die Kreissparkasse will - ohne selbst Mitglied im Trägerverein zu werden - über ihre Kunst-Stiftung Unterstützung leisten und eine Kostendeckung von bis zu 75.000 Euro sicherstellen.

Die Stadt als Eigentümer hat ihre Bereitschaft erklärt, das bislang vom Museum genutzte Torbogenhaus sowie weitere Räume im benachbarten Haus Lennartz dem Trägerverein mietfrei zur Verfügung zu stellen. Als Laufzeit des neuen Vertrages sind zunächst 25 Jahre vorgesehen.

Das Kreismuseum soll Mitte dieses Jahres geschlossen werden, um eine Räumung bis Ende des Jahres vornehmen zu können. Denn aus baulichen und wirtschaftlichen Überlegungen soll die notwendige Grundsanierung im Torbogenhaus in Verbindung mit den bereits begonnenen Baumaßmahmen im Haus Lennartz erfolgen. Ziel ist es nach Verwaltungsangaben, das Museum Ende 2011 wieder zu öffnen.

Um eine sinnvolle und barrierefreie Anbindung beider Liegenschaften zu gewährleisten und somit einen Museumsrundgang zu ermöglichen, sind Durchbrüche auf beiden Ebenen, sowohl im Erdgeschoss als auch im ersten Obergeschoss, vorgesehen.

Ein besonderer Schwerpunkt soll auf die Begas-Sammlung gelegt werden. Durch eine unlängst zugesagte Übernahme des Archivs der Nachkommen der Künstlerfamilie Begas könne dieses Thematik zukünftig noch stärker akzentuiert werden und würde dem Museum dadurch bundesweit eine einzigartige Sammlung verschaffen, hieß es.
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