Kreis Heinsberg: Geflügel in den Stall!

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Kreis Heinsberg. Nach dem Ausbruch der H5N2-Vogelgrippe in einem Geflügelbetrieb in den Niederlanden zwischen Roermond und Weert sind in einem Putenbestand rund 43.000 Tiere getötet worden.

Dabei wurde die niedrig pathogene (geringe Krankheitserscheinungen zeigende) Form der Influenza-Viren festgestellt. Der Seuchenbetrieb befindet sich im Ort Kelpen-Oler in der Provinz Limburg und liegt rund 25 Kilometer Luftlinie von der Kreisgrenze entfernt.

Eine niedrig pathogene Infektion verläuft oft unbemerkt oder nur mit milden Erscheinungen im Bereich des Atmungsapparates und des Verdauungstraktes sowie mit Leistungseinbußen der Tiere.Im Gegensatz dazu stehen die schweren Krankheitssymptome der hoch pathogenen Form mit einer hohen Erkrankungs- und Sterberate. Nicht auszuschließen ist jedoch die Gefahr, dass sich hiesige Bestände ebenfalls infizieren und der bisherige Virustyp möglicherweise zu einer hoch pathogenen Form mutiert.

Um dies und die damit verbundenen schweren Erkrankungen in den Betrieben von vorneherein zu verhindern, sollten die Geflügelhalter laut Mitteilung des Kreises Heinsberg Schutzmaßnahmen ergreifen und vor den Ställen Desinfektionsmatten auslegen, Schutzkleidung tragen und den Personenverkehr im Stall auf das Nötigste reduzieren.

Zudem habe das Verbraucherschutzministerium in Düsseldorf empfohlen, dass Betriebe in den grenznahen Kreisen wie Heinsberg, Aachen, Viersen und Kleve ihr Geflügel ausschließlich im Stall halten sollen, um so einem möglichen Infektionsrisiko durch Wildvögel zu begegnen.

Nach Expertenangaben ist dieser Influenza-Typ ist hoch an­steckend für Vögel. Wie die Tiere die Krankheit übertragen, ist schwer nachzuvollziehen. Vermutlich geschieht dies durch Enten oder andere wild lebende Wasservögel. Für den Menschen besteht keine Gefahr, so bestätigte auch das Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt des Kreises Heinsberg auf Anfrage. Der Verzehr von Geflügelfleisch, Eiern und sonstigen Geflügelprodukten gilt nach wie vor unbedenklich.

Das Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt wies darauf hin, dass - unabhängig vom aktuellen Geschehen - Halter ihr Geflügel beim zuständigen Veterinäramt und der Tierseuchenkasse angemeldet haben müssten. Meldevordrucke seien im Internet auf der Homepage des Kreises unter www.kreis-heinsberg.de zu finden.
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