Kreis Heinsberg: 57 Fälle von Schweinegrippe sind mild verlaufen

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Kreis Heinsberg. Eines haben die bisherigen 57 Fälle von Schweinegrippe im Kreis Heinsberg gemein: „Sie sind allesamt mild verlaufen, niemand musste stationär behandelt werden”, erklärte am Donnerstag die Pressestelle des Kreises. Zurzeit befänden sich noch elf Patienten in häuslicher Isolierung.

Doch all dies ist für Dr. Karl-Heinz Feldhoff, Amtsarzt und Leiter des Kreisgesundheitsamtes, kein Grund zu nachlassender Aufmerksamkeit. Im Gegenteil, er ist sich sicher: „Die Zahl der Infizierten wird durch die Rückreisewelle, insbesondere aus den spanischen Urlaubsgebieten, vermutlich weiter ansteigen.”

Deshalb laute die Devise: „Es geht darum, ein schnelles Ansteigen der Fälle von Neuer Grippe wirksam einzudämmen, bis ausreichende Mengen an Impfstoff zur Verfügung stehen.”

Das Eindämmen sei daher vordringlich, da bei einer weiteren Ausbreitung der Neuen Grippe in der Bevölkerung bei chronisch Erkrankten und anderen vulnerablen Personenkreisen (das sind Personen, die relativ hohen Gesundheitsproblemen ausgesetzt sind) auch mit schwereren Krankheitsverläufen gerechnet werden müsse. „Natürlich sind wir auch auf diese Situation vorbereitet”, erklärte Feldhoff. Dies gelte insbesondere für die Krankenhäuser, da dann auch mit krankenhauspflichtigen Behandlungen der Neuen Grippe zu rechnen sei.

Bislang sind jedoch nach Angaben des Kreises alle 57 Fälle der Neuen Grippe mit einer häuslichen Behandlung und Isolierung der Grippepatienten behandelt worden. Moderate Zahlen und milde Krankheitsverläufe: Grund zur Panik oder Unruhe in der Bevölkerung besteht nach Feldhoffs Ansicht im Kreis Heinsberg nicht.

Wer Fragen zur Neuen Grippe hat, kann montags bis donnerstags von 8 bis 16 Uhr und freitags von 8 bis 13 Uhr die Servicenummer des Gesundheitsamtes unter 02452/135311 anrufen.

Außerdem steht rund um die Uhr das Informationsangebot des Gesundheitsamtes im Internet zur Verfügung. „Sehr hilfreich ist auch die Internetseite des Robert-Koch-Institutes”, so Feldhoff.

Ausreichende Hygiene bietet den besten Schutz

„Ich kann immer wieder nur wiederholen, dass der beste Schutz durch ausreichende persönliche Hygienemaßnahmen zu schaffen ist”, erklärte Dr. Karl-Heinz Feldhoff. „Damit kann jeder dazu beitragen, die Krankheit einzudämmen.

Eine eindringliche Bitte an alle Eltern äußerte der Leiter des Kreisgesundheitsamtes: „Üben Sie gerade jetzt vor Ende der Sommerferien mit ihren Kindergarten- und Schulkindern häusliche Hygiene ein!”

So sollten Eltern bei ihren Kindern vor allem auf regelmäßiges Händewaschen achten und notfalls auch noch einmal zeigen, wie richtiges Händewaschen funktioniert: Hände unter fließendes Wasser halten, Seife 20 bis 30 Sekunden verreiben, auch zwischen Fingern, danach gründlich abspülen und mit einem Handtuch abtrocknen.

Ebenfalls sollten Eltern dafür sorgen, dass Kinder immer ausreichend Einmaltaschentücher bei sich haben und diese jeweils auch nur jeweils einmal benutzen. Nach dem Gebrauch sollten die Einmaltaschentücher unbedingt entsorgt werden.

Angesichts der bald beginnenden Schulzeit gilt Feldhoffs Hinweis für die Eltern: „Sollte Ihr Kind morgens Grippesymptome zeigen, sollte es unbedingt zu Hause bleiben.”

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