Kreis Heinsberg: 2376 Einsätze für die Wehren

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Wichtiges Treffen der Wehrleute: Der Kreisfeuerwehrverbandstag fand in Wassenberg-Orsbeck statt. Foto: Michael Möller
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Beim Kreisfeuerwehrverbandstag in Orsbeck: Bezirksbrandmeister Manfred Savoir wurde von Kreisbrandmeister Klaus ­Bodden ebenso geehrt.
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Beim Kreisfeuerwehrverbandstag in Orsbeck: Hans-Josef Reiners vom Ordnungsamt des Kreises wurde von Kreisbrandmeister Klaus ­Bodden geehrt.

Kreis Heinsberg. „Wir als Kreis dürfen uns glücklich schätzen, dass sich in den kreisangehörigen Kommunen über 3500 freiwillige Feuerwehrleute in den Dienst der Sache stellen und damit dem Schutz der Allgemeinheit dienen.“ Dies erklärte der stellvertretende Landrat, Wilhelm Paffen, beim Verbandstag des Kreisfeuerwehrverbandes.

Paffen ging anschließend auf die unbedingt notwendige gute solide Ausbildung sowie die dazugehörige Ausrüstung und Ausstattung ein. Da waren unter anderem die Erweiterungs- und Umbaumaßnahmen des Feuerschutzzentrums in Erkelenz, die Erneuerung der Leitstellentechnik, der Ausbau der Ausbildungs- und Unterrichtsräume sowie die Aufstockung des Fuhrparks zu nennen.

Paffen unterstrich die Bedeutung des Engagements in der Jugendarbeit und die Rolle des Ehrenamtes in Rettungsdienst, Feuer- und Katastrophenschutz.

„Das vergangene Jahr war für die Feuerwehren in den zehn Städten und Gemeinden unseres Kreises wieder ein Jahr, in dem eine Vielzahl von Einsätzen und Aufgaben zu bewältigen waren“, so Kreisbrandmeister Klaus Bodden in seinem Jahresbericht.

Der Verband besteht aus 3605 Mitgliedern, die sich in 2322 Aktive, 822 Kameraden der Ehrenabteilung und 461 Jungen und Mädchen in den Jugendfeuerwehren aufteilen. Unter den Aktiven sind 91 Feuerwehrfrauen, wie ihre männlichen Kollegen, in allen Fachbereichen des Feuerwehrwesens aktiv.

Die Feuerwehren des Kreises Heinsberg wurden im Jahr 2016 zu 2376 Einsätzen – 692 Brandeinsätze und 1684 technische Hilfeleistungen – alarmiert, wobei über 300 Menschen gerettet werden konnten, leider blieben aber auch für 23 Menschen alle Rettungsmaßnahmen erfolglos.

Eine weitere Mammutaufgabe ist aktuell die Einführung des Digitalfunks. Nachdem bereits alle Rettungsdienstfahrzeuge ausgestattet sind, wurde die erste Feuerwehr im Kreis als Pilotprojekt mit in das Digitalfunkgeschehen eingebunden. Aus den Erfahrungen der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Wegberg konnten bereits Rückschlüsse für einen reibungslosen Einsatz gezogen werden. In diesem Jahr werden weitere Feuerwehren folgen.

Die Feuerwehren des Kreises Heinsberg haben auch 2015 und 2016 der Aus- und Fortbildung wieder einen großen Stellenwert eingeräumt. Auf Kreis- und Standortebene wurden erneut zahlreiche Lehrgänge und Seminare verschiedenster Fachrichtungen organisiert. Besonders hervorgehoben wurde von Bodden der letzte Truppführer-Lehrgang im November 2016.

In diesem Zusammenhang stellte er die 25-jährige Leitung solcher Lehrgänge durch den Geilenkirchener Stadtbrandinspektor Michael Meyer anerkennend heraus. Bodden dankte aber auch allen Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren im Kreis Heinsberg, die alljährlich viele Stunden ihrer Freizeit in den Dienst am Nächsten stellen, sowie den Partnern und Familienangehörigen für ihr Mitwirken und Verständnis.

Es folgten der Bericht des Kreisjugendfeuerwehrwartes von Brandinspektor Willi Welfens und eine Vorstellung der Wasserrettungseinheit durch Oberbrandmeister Michael Dohmen.

Anschließend bestätigte die Delegiertenversammlung die erneute Bestellung von Ilka Karduck (Wegberg) und Unterbrandmeister Steffen Morjan (Erkelenz) als stellvertretende Kreisjugendfeuerwehrwarte. Weiterhin wählte der Kreisverbandstag mit Hauptbrandmeister Jochen Graab (Wegberg) als stellvertretenten Schatzmeister und Brandoberinspektor Oliver Thelen (Gangelt) als Geschäftführer zwei neue Mitglieder in den Kreisverbandsvorstand.

Am Ende des Verbandstages wurde dann zwei Gästen der Versammlung eine besondere Ehre zuteil. Hans-Josef Reiners, Mitarbeiter des Ordnungsamtes des Kreises Heinsberg und zuständig für den Katastrophenschutz, die Hilfsorganisationen und die Feuerwehren, wurde mit der silbernen Ehrennadel des Kreisfeuerwehrverbandes geehrt. Und Bezirksbrandmeister Manfred Savoir wurde mit der Ehrung der Sonderstufe Gold ausgezeichnet.

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