Kreis Heinsberg - Kreis fördert den neuen Erlebnisraum Westzipfel

Kreis fördert den neuen Erlebnisraum Westzipfel

Von: disch
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Zukunftsvision: So könnte es am westlichsten Punkt Deutschlands im Selfkant einmal aussehen.

Kreis Heinsberg. Der Kreis will das Projekt Erlebnisraum Westzipfel, mit dem der westlichste Punkt Deutschlands nahe Selfkant-Isenbruch attraktiver gestaltet und touristisch erschlossen werden soll, mit 20 000 Euro fördern.

Für diese von der CDU-Mehrheitsfraktion beantragte Bezuschussung gab es am Mittwochabend im Ausschuss für Kultur, Partnerschaft und Tourismus ein einstimmiges Votum. Lediglich die Grüne Maria Meurer und Bernhard Altmann von den Freien Wählern enthielten sich der Stimme. Die endgültige Zustimmung vom Kreisausschuss gilt als sicher. Ausschussvorsitzender Erwin Dahlmanns (CDU) sprach angesichts der Gesamtkalkulation von einem eher symbolischen Beitrag des Kreises.

Herbert Corsten, Bürgermeister der Gemeinde Selfkant, stellte das mit insgesamt 500.000 Euro veranschlagte Projekt, zudem eine 80-prozentige Landesförderung erwartet wird, im Heinsberger Kreishaus vor. Die Besucherzahlen im Selfkant würden stetig steigen, berichtete Corsten, doch: „Niemand findet den westlichsten Stein!“ Dieser Punkt, der sowohl der Gemeinde wie auch dem Kreis ein Alleinstellungsmerkmal verschaffe, liege derzeit noch im Gebüsch.

Das soll sich in Zukunft ändern. Der westlichste Punkt der Republik am Rodebach soll „inszeniert“ werden: als Ort zum Verweilen unter anderem mit Sitzbänken und Wetterunterstand, mit Ent­decker­tafeln und Steg samt „Zipfelbalkon“. Ein Parkplatz ist geplant. Eingebunden werden soll das Ganze in das grenzüberschreitende Rad­routen­netz. Zudem sind Vernetzungsstandorte in Gangelt, Selfkant-Millen und Waldfeucht vorgesehen.

Einerseits zurückhaltend, was den Eingriff in die Landschaft angeht, und auch ökologisch (zum Beispiel mit Öko-WC) sei das Vorhaben, so Corsten, andererseits aber auch hochwertig und vor allem besucherfreundlich. Diese sogenannte Inwertsetzung des Alleinstellungsmerkmals solle nicht nur den Punkt einfach so attraktiver gestalten, sondern solle vor allem damit einhergehend auch zu ­einer Steigerung der Besucher- und Übernachtungszahlen führen. So werde davon ausgegangen, dass der Erlebnisraum Westzipfel jährlich rund 10.000 Besucher anziehen könne: 8000 Tagesgäste und 2000 Übernachtungsgäste. Gerechnet werde mit einem touristischen Bruttoumsatz von rund 580.000 Euro jährlich. Das Projekt solle selbstverständlich in das regionale touristische Marketing eingebunden werden.

Auch Heiraten, so verriet Corsten, könnte in Zukunft dort einmal möglich werden. „Wir sind gemeinsam auf dem Weg“, unterstrich der Selfkant-Bürgermeister die gute Zusammenarbeit insbesondere mit der niederländischen Gemeinde Echt-Susteren. Als anvisierten Zeitpunkt für die Fertigstellung vom Erlebnisraum Westzipfel nannte er den Monat Mai 2015.

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