Kreis-CDU: „Von einer Krise kann überhaupt keine Rede sein”

Von: disch
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Kreis Heinsberg. Die Beurlaubung des langjährigen, hauptamtlichen Kreisgeschäftsführers der CDU, Matthias Biergans, ist zurzeit das Thema Nummer eins für viele Christdemokraten und sorgt für Gesprächsstoff auch über die Kreise der Union hinaus.

Zu Medieninformationen, nach denen es Unregelmäßigkeiten in der Kassenführung gegeben haben soll, sagte der Kreisparteivorsitzende und Landtagsabgeordnete, Bernd Krückel, am Montag auf Anfrage, dies könne er weder bestätigen noch dementieren. Mit Blick auf die besonderen Umstände - derzeit stünden die Anwälte zur Klärung arbeitsrechtlicher Fragen im Austausch miteinander - könne er zu den Gründen für die Beurlaubung keine näheren Angaben machen.

Wie berichtet, ist Matthias Biergans seit 3. August von der Geschäftsführung des CDU-Kreisverbandes Heinsberg und des CDU-Bezirksverbandes Aachen entbunden und bis auf Weiteres beurlaubt. Dies hatte Krückel am Freitagabend bekannt gegeben.

Krückel betonte am Montag: „Ein finanzieller Schaden ist dem CDU-Kreisverband nach dem Stand von heute nicht entstanden.” Zu Medienspekulationen, ob es staatsanwaltschaftliche Ermittlungen geben könnte, sagte Krückel, die CDU habe keine strafrechtlichen Schritte eingeleitet, sprich keine Strafanzeige erstattet.

Natürlich sei diese ganze Angelegenheit „unschön”, so der Vorsitzende weiter. Von einer Krise im rund 3800 Mitglieder starken Kreisverband der CDU „kann aber überhaupt keine Rede sein”, verwies Krückel darauf, dass der Beschluss zu dieser Personalangelegenheit im Kreisvorstand einstimmig gefasst worden sei. Mit der Frage eines möglichen Nachfolgers für Matthias Biergans habe sich der CDU-Kreisvorstand bislang nicht befasst. Erst müssten die arbeitsrechtlichen Fragen geklärt sein. Biergans ist übrigens (wie alle Kreisgeschäftsführer) Angestellter der Landespartei.

Die CDU-Kreisgeschäftsstelle sei voll funktionsfähig. Krückel: „Die Geschäfte laufen weiter.” Die Aufgaben der Geschäftsführung würden nun vom geschäftsführenden CDU-Kreisvorstand wahrgenommen, notwendige Entscheidungen insbesondere von ihm selbst als dem Kreisvorsitzenden und von Christoph Kaminski als dem Schatzmeister getroffen. Dies bedeute zwar eine zeitliche Belastung, „aber da müssen wir durch”.

Matthias Biergans, der über 22 Jahre lang die Geschäftsführung der CDU im Kreis Heinsberg wahrgenommen hat und sich bei Mandatsträgern, Vereinigungen und Mitgliedern der Union vieler Sympathien erfreute, war auch am Montag für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.
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